Müller verteidigt Impfangebot für Kinder als "sehr sachgerecht"

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) verteidigt Pläne, Kindern ab 12 Jahren ein Corona-Impfangebot zu machen.

Am Montag hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller Pläne verteidigt, nach denen Kindern ab 12 Jahren ein Corona-Impfangebot gemacht werden soll.
Am Montag hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller Pläne verteidigt, nach denen Kindern ab 12 Jahren ein Corona-Impfangebot gemacht werden soll.  © Christophe Gateau/dpa

Obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) hier noch zögere, seien viele Ärzte und Wissenschaftler der Ansicht, dass eine Impfung junge Menschen deutlich besser schütze, sagte der SPD-Politiker am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

In Berlin sei bereits zu sehen, dass die Gruppe der 15- bis 25-Jährigen eine doppelt bis vierfach so hohe Inzidenz aufweise wie andere Bevölkerungsgruppen. Darauf zu reagieren und ein Angebot zu machen, das keine Pflicht sei, halte er für "sehr sachgerecht".

An diesem Montag beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über Corona-Impfangebote für Jugendliche.

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"Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten", schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna.

Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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