Tausende feiern trotz Corona in Berliner Park: Senatorin rechnet mit Konsequenzen!

Berlin - Mehrere Mitglieder des Berliner Gesundheitsausschusses haben das Verhalten mancher Menschen in der Corona-Krise angeprangert. 

SPD-Politiker Thomas Isenberg ärgert sich über die "Partyexzesse" in Neukölln.
SPD-Politiker Thomas Isenberg ärgert sich über die "Partyexzesse" in Neukölln.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Der SPD-Politiker Thomas Isenberg etwa sagte, für "Partyexzesse" wie zuletzt in der Hasenheide habe er nur Kopfschütteln übrig. Von Erwachsenen hätte er demnach rationaleres Verhalten erwartet. 

Alle müssten sich einschränken. Weitere Ausschussmitglieder monierten außerdem, dass etwa in der Gastronomie und quer durch die Gesellschaft Corona-Regeln nicht eingehalten würden und es zu wenige Kontrollen gebe.

In dem Neuköllner Park hatten illegale Partys in der Nacht zum Sonntag zu stundenlangen Polizeieinsätzen geführt.

Dilek Kalayci bezeichnet Corona-Party als "nicht hinnehmbar"

Auch Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci rechnet mit Konsequenzen.
Auch Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci rechnet mit Konsequenzen.  © dpa/Kay Nietfeld

Auch Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci rechnet mit Konsequenzen. 

Sie gehe fest davon aus, dass der Bezirk Ordnungswidrigkeiten verfolge, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. 

Die Partys bezeichnete Kalayci als "nicht hinnehmbar" und "illegal", etwa mit Blick auf den Schutz der Grünanlagen und den Immissionsschutz.

Tausende feierten am Wochenende in der Neuköllner Hasenheide.
Tausende feierten am Wochenende in der Neuköllner Hasenheide.  © Morris Pudwell

Die Veranstalter, die das Equipment dorthin brachten, müssten ausfindig gemacht werden. Alle Verstöße zusammengerechnet, ergebe sich eine "beträchtliche Summe", sagte sie. Dies gelte es durchzusetzen. Über die Partyteilnehmer sagte sie: "Ich verstehe diese Menschen nicht."

Sie schauten wohl keine Nachrichten oder bekämen vom Weltgeschehen nichts mit. "Pandemiezeit ist keine Partyzeit", bekräftigte sie. Nicht umsonst seien die Clubs als erstes geschlossen worden.

Titelfoto: Morris Pudwell, dpa/Kay Nietfeld

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