Mehr Sicherheit am "Kotti": Neue Polizeiwache und Videoüberwachung?

Berlin - Big Brother im Kiez? Die geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor in Kreuzberg ist aus Sicht der Berliner Polizei nur mit weiteren ergänzenden Maßnahmen wie einer Videoüberwachung sinnvoll.

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik (55) sieht für die Erhöhung der Sicherheit am Kottbusser Tor ein Gesamtkonzept und das Zusammenwirken unterschiedlicher Maßnahmen und Akteure als essenziell an.
Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik (55) sieht für die Erhöhung der Sicherheit am Kottbusser Tor ein Gesamtkonzept und das Zusammenwirken unterschiedlicher Maßnahmen und Akteure als essenziell an.  © Fabian Sommer/dpa

Entscheidend seien ein Gesamtkonzept und das Zusammenwirken unterschiedlicher Maßnahmen und Akteure, betonte Polizeipräsidentin Barbara Slowik (55).

"Es geht wie so oft um ein ganzheitliches Konzept – in einem ersten Schritt die Kotti-Wache als Anlaufstelle, dann die Videoüberwachung, aber auch städtebauliche Änderungen."

Die Videoüberwachung an dem Platz mit viel Diebstählen, Drogenhandel und einigen Überfällen könnte ein Pilotprojekt in Berlin sein, sagte Slowik der Deutschen Presse-Agentur.

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Wie sie konkret aussehe, richte sich nach den rechtlichen Rahmenbedingungen und den weiteren Maßnahmen für mehr Sicherheit.

Zu klären sei auch die Größe der Polizeiwache abhängig von den örtlichen Erfordernissen und dem notwendigen und zur Verfügung stehenden Personal, sagte Slowik.

Neue 24-Stunden-Wache am Kottbusser Tor soll schnellstmöglich eingerichtet werden

Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg soll zur Erhöhung der Sicherheit eine neue Polizeiwache mit 24-Stunden-Betrieb eingerichtet werden.
Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg soll zur Erhöhung der Sicherheit eine neue Polizeiwache mit 24-Stunden-Betrieb eingerichtet werden.  © Christoph Soeder/dpa

Gefordert sei auch der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. "Sinnvoll erscheint mir zum Beispiel, den Bereich unter der U-Bahn-Trasse am Kottbusser Tor stärker auszuleuchten."

Die neue Innensenatorin Iris Spranger (60, SPD) hatte am Montag angekündigt, bei der Polizeiwache wolle sie "schnell Nägel mit Köpfen" machen. Dazu werde jetzt ein Konzept erstellt. Die Polizeipräsenz und Sichtbarkeit solle dort "deutlich erhöht werden - zu einer Wache im 24/7-Betrieb".

Zusätzlich solle es eine Videoüberwachung geben. Mehr Polizeiwachen und Videoüberwachung an bestimmten Orten waren Teil des Koalitionsvertrages von SPD, Grüne und Linke.

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Vonseiten der Polizei hatte man früher darauf hingewiesen, dass eine ständige Polizeiwache am Kottbusser Tor viel schwieriger einzurichten sei als etwa auf dem Alexanderplatz.

Am "Kotti" gibt es einen großen Kreisverkehr mit mehreren Spuren, über den die U-Bahn führt und wenig freie Fläche für eine Polizeiwache.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa, Fabian Sommer/dpa (Bildmontage)

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