Nach AfD-Rauswurf: Andreas Kalbitz streicht weiter volle Bezüge ein

Potsdam - Obwohl der Landtagsabgeordnete Andreas Kalbitz (47) seinen Vorsitz in der AfD-Fraktion seit dem 4. August ruhen lässt, erhält er in diesem Monat seine vollen Bezüge für dieses Amt.

Andreas Kalbitz (47) noch im Amt des Fraktionsvorsitzenden der Brandenburger AfD.
Andreas Kalbitz (47) noch im Amt des Fraktionsvorsitzenden der Brandenburger AfD.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bezüge für August seien bereits überwiesen worden, berichtete Landtagssprecher Gerold Büchner am Dienstag auf Anfrage.

Kalbitz habe neben der Abgeordnetendiät in Höhe von 8608,01 Euro die Amtszulage in Höhe von 6025,61 Euro erhalten, sagte Büchner. Hinzu kämen erhöhte Versorgungsbezüge von 3156,66 Euro.

Kalbitz hatte angekündigt, den Fraktionsvorsitz zunächst bis zu einem Gerichtsentscheid über seinen Partei-Rauswurf ruhen zu lassen. Die Amtsgeschäfte soll bis dahin der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Dennis Hohloch (31), führen.

Die erste Verhandlung vor dem Landgericht Berlin ist für den 21. August angesetzt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Birgit Bessin (42) erklärte am Dienstag auf Nachfrage, die Frage der Bezüge müsse die Landtagsverwaltung klären.

Die Verwaltung prüfe nun, welche Bezüge Kalbitz für den September erhalten werde, erklärte Büchner. Dazu sei eine Stellungnahme der AfD-Fraktion angefordert worden.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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