U-Bahn-Ausbau: Senatorin Bettina Jarasch macht klare Ansagen zum Zeitplan

Berlin - Berlins Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (53, Grüne) rechnet in etwa vier Jahren mit dem Baubeginn für die Verlängerung der U-Bahnlinie 3 im Berliner Südwesten.

Im Jahr 2031 soll der Ausbau der Berliner U3 starten.
Im Jahr 2031 soll der Ausbau der Berliner U3 starten.  © Jörg Carstensen/dpa

"Bei der U3 würde ich mich so weit festlegen, da möchte ich auch noch den ersten Spatenstich haben in dieser Legislatur", sagte die Grünen-Politikerin nach einem Bericht der Berliner Morgenpost (Montag) im Podcast "Richter und Denker" des Blattes.

"Das heißt, dass wir nicht nur planen und untersuchen, sondern dass wir diese U-Bahn auch wirklich bauen." Jarasch machte allerdings deutlich, dass bis zum Ende der Legislatur Ende 2026 wegen umfangreicher Planungserfordernisse nicht mehr als der erste Spatenstich erfolgen werde.

Fertig wird das Projekt nach ihrer Einschätzung dann in der folgenden Legislaturperiode, die bis 2031 dauert. Bei der U3-Verlängerung geht es um eine rund 800 Meter lange Strecke zwischen dem U-Bahnhof Krumme Lanke und dem S-Bahnhof Mexikoplatz im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

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Im Koalitionsvertrag hatten sich SPD, Grüne und Linke auf Nutzen-Kosten-Untersuchungen für vier weitere Strecken verständigt und auf Grundlage der Ergebnisse die Planungen für eine Verlängerung voranzutreiben: U2 bis Pankow-Kirche, U7 zum Flughafen BER einerseits und zur Heerstraße andererseits sowie U8 ins Märkische Viertel.

Für schnelleren Ausbau der U-Bahnlinien fehlen Verkehrsplaner

Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (53, Grüne, r.) muss die Hoffnungen auf schnellen Ausbau dämpfen.
Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (53, Grüne, r.) muss die Hoffnungen auf schnellen Ausbau dämpfen.  © Annette Riedl/dpa

Jarasch machte in dem Interview keine Hoffnung, das diese vier Strecken schnell gebaut werden. Dafür seien aufwendige Planfeststellungsverfahren nötig und ein Problem sei, dass Verkehrsplaner fehlten.

Bei der U3 hingegen habe ihre Senatsverkehrsverwaltung in den vergangenen Wochen intensive Vorgespräche mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) geführt, sagte Jarasch. "Die stehen im Grunde in den Startlöchern."

In einer BVG-Tochtergesellschaft gebe es gute Mitarbeiter, die auch schon die U5-Verlängerung durch die Stadtmitte gebaut hätten und jetzt für das nächste Projekt gehalten werden sollen.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa, Annette Riedl/dpa (Bildmontage)

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