Wohnungsbau auf Tempelhofer Feld: Giffey hält neuen Volksentscheid für möglich

Berlin - Rolle rückwärts: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (43, SPD) hält einen neuen Volksentscheid über die Bebauung des Tempelhofer Feldes für denkbar.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (43, SPD) hat in einem Interview angekündigt, dass die Initiative für eine Bebauung des Tempelhofer Feldes vorerst nicht vom Senat ausgehen wird.
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (43, SPD) hat in einem Interview angekündigt, dass die Initiative für eine Bebauung des Tempelhofer Feldes vorerst nicht vom Senat ausgehen wird.  © Fabian Sommer/dpa

"Natürlich steht es jedem Berliner, jeder Berlinerin frei zu sagen: Wir versammeln uns, wir beginnen eine Initiative für eine entsprechende Volksbefragung. Das wäre durchaus möglich", sagte Giffey dem Nachrichtenportal "The Pioneer". "Das kann man auch natürlich in einer bestehenden Legislatur durchaus tun."

Die Initiative werde aber auf keinen Fall vom Senat ausgehen. "Wir haben uns im Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass wir das in dieser Legislatur nicht machen", so Giffey.

"Ich sage aber auch ganz klar: Wir müssen uns die Entwicklung ansehen. Und wenn wir in den nächsten fünf Jahren sehen, dass die Lage weiter schwierig ist, dann muss dieses Thema wieder auf den Tisch."

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Vorerst verfolge die rot-grün-rote Koalition das Ziel, innerhalb von zehn Jahren für 200.000 zusätzliche Wohnungen in Berlin zu sorgen.

Mehrheit bei Volksentscheid 2014 gegen Wohnungsbau auf Tempelhofer Feld

Aus Mangel an bezahlbarem Wohnraum werden immer wieder Stimmen laut, das Tempelhofer Feld doch zu bebauen.
Aus Mangel an bezahlbarem Wohnraum werden immer wieder Stimmen laut, das Tempelhofer Feld doch zu bebauen.  © Wolfgang Kumm/dpa

Bei einem Volksentscheid 2014 hatte die Mehrheit entschieden, das frühere Flughafengelände nicht mit Wohnungen zu bebauen.

Angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum mehrten sich in den vergangenen Jahren aber Forderungen, hier umzudenken.

Bei ihren Koalitionsverhandlungen hatten sich SPD, Grüne und Linke in Berlin im November 2021 darauf verständigt, bis 2026 keine Baupläne zu verfolgen.

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Giffey hatte im Wahlkampf aber für eine maßvolle Randbebauung des Tempelhofer Feldes plädiert.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa, Fabian Sommer/dpa (Bildmontage)

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