Zeit für Überzeugungskraft: Giffey und FDP wollen die Grünen für die Ampel begeistern

Berlin - In Berlin gehen die Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierungsbildung am Montag (13 Uhr) weiter.

SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey (43, r.) und Grünen-Politikerin Bettina Jarasch (52) sind sich noch uneinig über den dritten Regierungspartner.
SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey (43, r.) und Grünen-Politikerin Bettina Jarasch (52) sind sich noch uneinig über den dritten Regierungspartner.  © Jörg Carstensen/dpa

Die SPD hat Grüne und FDP dazu ins Kurt-Schumacher-Haus, den Sitz des Landesverbands, eingeladen, wie die Partei am Sonntag mitteilte.

Für das Treffen wollen sich die Parteien fünf Stunden Zeit nehmen. Am Dienstag kommen am Vormittag SPD, Grüne und Linke zusammen.

Bisher hatten SPD, Grüne, CDU, Linke und FDP in Zweierformaten Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf eine mögliche Koalition ausgelotet.

Berlin: Berliner wehren sich gegen Querdenker: Antifa schmeißt Maskenverweigerer aus S-Bahn
Berlin Berliner wehren sich gegen Querdenker: Antifa schmeißt Maskenverweigerer aus S-Bahn

Am Freitag hatten SPD und Grüne überraschend angekündigt, parallel in zwei Dreierrunden weiter zu sondieren. Eine Vorentscheidung für die nächste Koalition ist damit verschoben worden.

Das liegt auch an den unterschiedlichen Bewertungen der Alternativen: Die designierte Regierende Bürgermeisterin und SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey (43) erklärte am Freitag, die SPD habe eine Präferenz für die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP.

Die Grünen halten nach wie vor die bisherige Koalition aus SPD, Grünen und Linken für die bessere Wahl.

Auch aus einzelnen SPD-Kreisverbänden und von den Berliner Jusos gab es bereits die Forderung, weiter auf die Zusammenarbeit mit Grünen und Linken zu setzen. Giffey hat angekündigt, die Sondierungen bis Mitte Oktober abschließen und dann Koalitionsverhandlungen beginnen zu wollen.

Noch im Dezember möchte sie dann Regierende Bürgermeisterin sein.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

Mehr zum Thema Berlin Politik: