Zoff um Polizeiwache: Innensenatorin Spranger schaut am "Kotti" vorbei

Berlin - Im Streit um die geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg besucht Innensenatorin Iris Spranger (60, SPD) am Montag (ab 11 Uhr) den umstrittenen Ort.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (60, SPD) will sich selbst ein Bild vom Ort der neu geplanten Polizeiwache machen.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (60, SPD) will sich selbst ein Bild vom Ort der neu geplanten Polizeiwache machen.  © Wolfgang Kumm/dpa

Zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh (44) will sie sich ein Bild von der Lage dort machen. Vorher lassen Spranger und Saleh sich von der Polizei in der vor einigen Jahren gebauten Polizeiwache auf dem Alexanderplatz über die Arbeit am dortigen Kriminalitätsschwerpunkt informieren.

Spranger hatte mehrfach betont, dass die sogenannte Kottiwache trotz Widerstands aus der linken und linksradikalen Szene in Kreuzberg Anfang 2023 fertig sein soll.

Anfang der Woche wurde daraufhin ihr Wahlkreisbüro im Stadtteil Biesdorf in Marzahn vermutlich von Linksextremisten beschädigt und beschmiert.

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Auf die Scheibe wurde in großen Buchstaben die Parole "Keine Kottiwache" geschrieben. Das Sicherheitsglas der Scheibe wurde eingeschlagen und stinkende Buttersäure in die Büroräume geleitet.

Polizeiwache am Kottbusser Tor sprengt geplante Kosten wohl um Vielfaches

Die geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor stößt bei einigen auf Kritik. (Archivbild)
Die geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor stößt bei einigen auf Kritik. (Archivbild)  © Christoph Soeder/dpa

Das Kottbusser Tor gilt als Ort mit viel Kriminalität, Partyleben, Drogenhandel und einer teilweise polizeifeindlichen Szene. Geplant ist die neue Wache in dem Hochhaus, das über der Adalbertstraße steht. Sie soll im 1. Stock des Hauses über der darunter liegenden Straße eingerichtet werden.

Nach einem Bericht könnte die Wache bis zu zehnmal so teuer werden wie die genannte Summe von 250.000 Euro. Teile der linken und linksradikalen Szene kritisieren, mit so einer Polizeiwache an dem Ort sei mit noch mehr Polizeikontrollen zu rechnen.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa, Christoph Soeder/dpa (Bildmontage)

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