Nach Fund von Politikerliste bei rechtsextremem Reservisten: Seehofer fühlt sich bestätigt

Berlin - Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) nimmt den neuerlichen Fund einer Namensliste bei einem mutmaßlich rechtsextremen Reservisten nach eigenen Worten sehr ernst.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) nimmt die Entwicklung ernst.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) nimmt die Entwicklung ernst.  © Patrick Seeger/dpa, Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

"Das ist erschütternd und bestätigt, was ich seit Monaten sage: Dass die größte Bedrohung bei uns in der Bundesrepublik Deutschland der Rechtsextremismus ist", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in Berlin.

Zuvor hatte der "Spiegel" über einen Reservisten aus Niedersachsen berichtet, der unter Rechtsextremismus-Verdacht steht. 

Bei ihm wurde auch eine Liste mit Namen von Politikern gefunden. 

Das entspricht auch dpa-Informationen. Was der Zweck der Liste ist und ob sie politische Gegner aufzählen soll, muss geklärt werden. 

Nach dem Bericht des "Spiegel" stehen auch mehrere prominente Bundespolitiker darauf. Das Landeskriminalamt Niedersachsen ermittelt, wollte unter Verweis auf das laufende Verfahren aber keine weiteren Angaben machen.

Außenminister Heiko Maas (53, SPD) sagte dazu: "Das ist für mich bedauerlicherweise nicht ganz neu, dass ich auf solchen Listen stehe." Dennoch arbeite er weiter. "Ich finde die Entwicklung insgesamt allerdings außerordentlich besorgniserregend."

Es gebe in Deutschland ein Problem mit Rechtsextremismus. "Und wir sind gut beraten, auf allen Ebenen die es gibt sehr entschieden dagegen vorzugehen mit allen Möglichkeiten und Mitteln, die wir dazu haben."

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa, Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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