Proteste von Corona-Leugnern in Berlin: Rund 2200 Polizisten im Einsatz

Berlin - Die Berliner Polizei bereitet sich am Sonntag erneut auf einen Großeinsatz vor, anlässlich mehrerer verbotener Demonstrationen gegen die Corona-Politik.

Vor dem Reichstagsgebäude stehen Polizeiautos. Die Polizei hat das Regierungsviertel wegen angekündigten Querdenker-Demonstrationen gegen die Corona-Politik weiträumig abgesperrt.
Vor dem Reichstagsgebäude stehen Polizeiautos. Die Polizei hat das Regierungsviertel wegen angekündigten Querdenker-Demonstrationen gegen die Corona-Politik weiträumig abgesperrt.  © Christophe Gateau/dpa

"Ein Schwerpunkt ist das Regierungsviertel, das symbolträchtig in der Szene ist", sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz (43).

Am 29. August vor einem Jahr durchbrachen Demonstranten eine Absperrung am Reichstagsgebäude und besetzten kurzzeitig die Treppe vor einem Eingang.

In der Hauptstadt sind am Sonntag rund 2200 Polizeikräfte im Einsatz, sagte der Sprecher.

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Wie einen Tag zuvor gebe es wieder Unterstützung von Beamten aus anderen Bundesländern wie beispielsweise Hamburg und Baden-Württemberg.

Die Polizei will demnach am Vormittag den Volkspark Humboldthain in Berlin-Mitte ins Blickfeld nehmen. Grund seien Szeneaufrufe in den sozialen Medien zu einer Versammlung dort.

Update, 13.02 Uhr: Hunderte Gegner der Corona-Politik protestieren in Berlin

Vor dem Reichstagsgebäude stehen Wasserwerfer.
Vor dem Reichstagsgebäude stehen Wasserwerfer.  © Christophe Gateau/dpa

Auch am Sonntag haben in Berlin trotz Verbote Demonstrationen gegen die deutsche Corona-Politik begonnen.

Hunderte Menschen zogen nach Polizeiangaben in mehreren Gruppen durch die Innenstadt. Die Polizei nahm demnach einzelne Teilnehmer in Gewahrsam, weil sie dazu aufgerufen hätten, sich zu Demonstrationszügen zusammenzuschließen.

Einsatzkräfte begleiteten die Gruppen und forderten sie auf, Abstand zueinander zu halten. Rund 2200 Polizeikräfte seien im Einsatz.

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Zahlreiche Demonstranten hatten sich am Vormittag am Humboldthain im Norden der Innenstadt versammelt. Dort war eigentlich eine Demonstration gegen den Leinenzwang für Hunde angemeldet.

Laut Polizei sagte der Veranstalter diese Demonstration am Sonntag kurzfristig ab. Die S-Bahn-Züge der Nord-Süd-Linien hielten nicht am Humboldthain. "Sparen Sie sich den Weg dorthin: An dieser Stelle wird keine Versammlung stattfinden", teilte die Polizei mit.

Schon am Samstag hatten mehrere tausend Menschen in der Stadt gegen die Corona-Politik demonstriert. Mehrere Demonstrationen waren verboten worden, weil die Versammlungsbehörde erwartete, dass Infektionsschutzvorgaben wie Abstand und Maskentragen nicht eingehalten werden. In einem Fall einer Kundgebung auf dem Leipziger Platz kippte das Verwaltungsgericht das Verbot.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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