Prozess gegen Berliner Clan-Chef Arafat Abou-Chaker: Bushido weiter im Zeugenstand

Berlin - Im Prozess gegen den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker (44) soll der Rapper Bushido (42) am Montag (9.30 Uhr) seine Aussage fortsetzen.

Arafat Abou-Chaker. (44, 2. v. r) und ein Mitangeklagter (r.) kommen nach einer Gerichtsverhandlung aus dem Landgericht. Bushido (42, l.) hat seine Corona-Infektion überstanden.
Arafat Abou-Chaker. (44, 2. v. r) und ein Mitangeklagter (r.) kommen nach einer Gerichtsverhandlung aus dem Landgericht. Bushido (42, l.) hat seine Corona-Infektion überstanden.  © Christophe Gateau/dpa, Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa (Bildmontage)

Der 42-jährige Musiker, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, ist in dem Verfahren Zeuge und Nebenkläger. In dem Prozess geht es um Straftaten, zu denen es gekommen sein soll, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen zu Arafat Abou-Chaker aufgelöst habe.

Der Clanchef habe dies nicht akzeptieren wollen. Bushido soll bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein.

Dem Hauptangeklagten Arafat A.-Ch. wird vor dem Landgericht der Hauptstadt versuchte schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung und Beleidigung zur Last gelegt.

Drei seiner Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt.

Die vier Männer haben in der seit drei Monaten laufenden Verhandlung zu den Vorwürfen geschwiegen.

Ende Oktober musste wegen einer Corona-Infektion von Rapper Bushido eine zweiwöchige Zwangspause eingelegt werden.

Update, 15.16 Uhr: Bushido im Prozess gegen Clanchef: «Waffen spielten eine Rolle»

Der Rapper Bushido hat im Prozess gegen seinen langjährigen Geschäftspartner von einer Schusswaffe gesprochen, die er im Umfeld des Clanchefs wahrgenommen habe.

Vor allem einer der Brüder von Arafat Abou-Chaker habe die aus seiner Sicht scharfe Waffe getragen, sagte der Musiker am Montag vor dem Landgericht Berlin. "Waffen spielten eine Rolle", so der Zeuge mit dem bürgerlichen Namen Anis Ferchichi. Bei Touren seien "Dinge wie Totschläger Standardrepertoire gewesen".

Er selbst aber habe nie eine Waffe bei sich geführt. "Ich bin Pazifist", so der 42-Jährige.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa, Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa (Bildmontage)

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