"Ein bisschen Sars muss sein": Querdenker machen sich über Corona-Kranke lustig

Berlin - Mehr als ein Dutzend Menschen haben am Samstag auf dem Alexanderplatz in Berlin unter Missachtung der Corona-Abstandsregeln und teils ohne Maske zusammen gesungen und getanzt.

Ein Teilnehmer einer Quederdenk-Demonstration steht vor dem Brandenburger Tor.
Ein Teilnehmer einer Quederdenk-Demonstration steht vor dem Brandenburger Tor.  © Annette Riedl/dpa

Wie in einem auf Twitter verbreiteten Video zu sehen ist, bildeten die Männer und Frauen eine Polonaise und bewegten sich zu einem Lied mit der Textzeile "Ein bisschen SARS muss sein" nach der Melodie von "Ein bisschen Spaß muss sein".

Nicht das erste Mal, dass die Gruppe mit ihrem Tanz und Gesang negativ auffällt. Bereits vor einem Supermarkt in Prenzlauer Berg kam es zu einem ähnlichen Vorfall.

Entsprechend negativ fielen die Reaktionen im Netz aus.

"Das ist so ein dicker Arschtritt für alle, die sich in den Krankenhäusern um die Kranken kümmern. Das ist wirklich widerlich!!!!", "Ekelhaft" oder "Der lächerlichste „Widerstand“ der Weltgeschichte", bringen die Twitter-User ihren Frust zur Geltung.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass Teilnehmer der Kundgebung "Querdenken 30" auf dem Alex durch Singen ohne Mund-Nasen-Schutz auffällig wurden. Sie wurden daraufhin überprüft.

Auch die in dem Video hörbare Textzeile sei von Polizisten mindestens einmal gehört worden.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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