Riesenrad im Berliner Spreepark soll sich nach über zwanzig Jahren wieder drehen

Berlin - Das 45 Meter hohe Riesenrad aus dem Spreepark in Berlin-Treptow wird saniert.

Das Riesenrad auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Vergnügungsparks im Plänterwald. (Archivbild)
Das Riesenrad auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Vergnügungsparks im Plänterwald. (Archivbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Es war vor knapp mehr als zwei Jahrzehnten still gelegt worden, soll sich aber künftig wieder für Besucher drehen, kündigte die Grün GmbH am Dienstag an.

In dieser Woche sollen demnach die umfangreichen Arbeiten an dem weit sichtbaren Gestell beginnen. Einzelheiten sollten am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz mitgeteilt werden.

Bei einem Rundgang über den einstigen DDR-Vergnügungspark im Plänterwald hatte Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) 2018 angekündigt, für die Wiederbelegung des 23 Hektar großen Areals seien 48 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen eingeplant.

Millionen von DDR-Bürgern pilgerten in den Stadtteil Treptow, um sich zu amüsieren.

Der "Kulturpark Plänterwald" war der einzige große Vergnügungspark im Osten. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der Republik eröffnet worden. Das rote Riesenrad mit 40 Gondeln wurde laut Grün Berlin GmbH als Nachfolger einer kleineren Konstruktion noch 1989 kurz vor dem Ende der DDR aufgebaut.

Laut "Tagesspiegel" soll das Riesenrad zunächst abgebaut und in seine Einzelteile zerlegt werden. Eine Firma werde demnach prüfen, welche davon für einen Wiederaufbau geeignet sind. Das Riesenrad solle künftig durch eine künstlerische Gestaltung und Inszenierung ein einmaliges Besuchserlebnis bieten.

Nach dem Mauerfall endete der Neustart eines Rummelbetreibers mit Millioneninvestitionen im Chaos. Viel blieb von den Fahrgeschäften aus der DDR nicht übrig. 2001 wurde der Park geschlossen, der Betreiber war pleite und mit einigen Karussells nach Peru gegangen.

Das Gelände verfiel zusehends. 2014 kaufte der Berliner Liegenschaftsfonds den Spreepark zurück. Seitdem wird am Neustart getüftelt.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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