Rot-Grün-Rot plant Blitzer-Offensive im Kampf gegen Raser

Berlin - SPD, Grüne und Linke in Berlin wollen stärker gegen Raser vorgehen und bei den Blitzern massiv aufrüsten.

Nach Angaben des Senats stieg die Zahl der Blitzer zur Überwachung von Ampeln und der Geschwindigkeit von Autofahrern bereits in den vergangenen Jahren. (Archivbild)
Nach Angaben des Senats stieg die Zahl der Blitzer zur Überwachung von Ampeln und der Geschwindigkeit von Autofahrern bereits in den vergangenen Jahren. (Archivbild)  © Rainer Jensen/dpa

Geplant seien in der neuen Legislaturperiode bis zu 60 neue solcher Geräte zur Messung der Geschwindigkeit, gab die SPD-Vorsitzende Franziska Giffey (43) am Donnerstag am Rande der Koalitionsverhandlungen bekannt.

"Wir wollen so schnell wie möglich so viele Blitzer wie möglich überall im Stadtgebiet installieren und entsprechend dann auch die Bußgeldstelle verstärken", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch (53).

"Das hilft der Verkehrssicherheit und stärkt unseren Rechtsstaat." Die Kosten für die Anlagen würden schnell wieder eingespielt, zeigte sich Jarasch überzeugt.

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Nach Angaben des Senats stieg die Zahl der Blitzer zur Überwachung von Ampeln und der Geschwindigkeit von Autofahrern bereits in den vergangenen Jahren.

Zuletzt gab es 33 solcher stationärer Anlagen, wie der Senat im Frühjahr auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte. Hinzu kommen 21 Radarfahrzeuge und vier Anhänger zur Messung der Geschwindigkeit.

Generell planen die Koalitionäre in spe, die seit 2016 gemeinsam regieren und ihr Bündnis nun erneuern wollen, mehr Kontrollen von Polizei und Ordnungsämtern im Straßenverkehr. Die Zahl der Fahrradstreifen soll verdreifacht und ihre Arbeit auf alle Bezirke ausgeweitet werden, wie Jarasch erläuterte.

Fahranfängern soll es künftig nicht mehr erlaubt sein, bei Autovermietungen besonders ps-starke Fahrzeuge auszuleihen. Geplant sei ein Überlassungsverbot, so Jarasch. Die Maßnahme richtet sich gegen illegale Autorennen, die in Berlin schon mehrfach in tödliche Unfälle mündeten.

Titelfoto: Rainer Jensen/dpa

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