Schornsteinfeger wollen Image von schwarzen Tierheimtieren aufpolieren

Berlin - Hokuspokus Aberglaube: Schornsteinfeger stehen für Glück, schwarze Tiere bringen Pech - so der verbreitete Mythos. Für Tiere hat das aber Folgen: In vielen Tierheimen sind sie schwerer vermittelbar als andersfarbige Artgenossen.

Berliner Schornsteinfeger wollen auf das Schicksal vieler schwarzer Tiere in den Tierheimen Berlins aufmerksam machen und ihr Image verbessern.
Berliner Schornsteinfeger wollen auf das Schicksal vieler schwarzer Tiere in den Tierheimen Berlins aufmerksam machen und ihr Image verbessern.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa, Andreas Arnold/dpa (Bildmontage)

Mit einem Kalender wollen Berliner Schornsteinfeger nun das Image von schwarzen Tierheimtieren aufbessern. Auf den Kalenderblättern sind sie mit schwarzen Schützlingen aus dem Berliner Tierheim zu sehen.

An diesem Mittwoch wird der Kalender in der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung vorgestellt.

"Wenn das Image der Glücksbringer abfärbt, dann ist das eine gute Sache. Erst recht, wenn den Tieren im Berliner Tierheim damit geholfen werden kann. Schließlich sollten Hunde, Katzen oder auch Kaninchen nicht wegen eines Aberglaubens im Tierheim leben müssen", sagte Senator Dirk Behrendt (49, Bündnis 90/ Die Grünen).

Die Kalender können bei der Schornsteinfeger-Innung Berlin bestellt werden. Die ersten rund 500 Exemplare wurden laut Senatsverwaltung bereits verkauft. Der Erlös aus dem Verkauf geht an das Tierheim Berlin.

Der Deutsche Tierschutzbund hat im Oktober 2020 darauf hingewiesen, dass mehr als die Hälfte der Tierheime schwarze Hunde und Katzen schwerer vermittelt als andere Tiere. Der Tierschutzbund hatte mehr als 300 Tierheime deutschlandweit befragt.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa, Andreas Arnold/dpa (Bildmontage)

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