Schüsse auf mehrere Männer in Berlin: Führt die Spur ins Clan-Milieu?

Berlin - Ein Unbekannter hat bei einem Treffen mehrerer Männer in Berlin-Charlottenburg in der Nacht Schüsse auf offener Straße abgefeuert.

Polizisten haben einen Teil der Nürnberger Straße in Berlin-Charlottenburg mit Flatterband abgesperrt.
Polizisten haben einen Teil der Nürnberger Straße in Berlin-Charlottenburg mit Flatterband abgesperrt.  © Morris Pudwell

Die Hintergründe waren nach Polizeiangaben vom Sonntag zunächst unklar. Ebenso war offen, ob es Verletzte gab. "Die Ermittlungen laufen", sagte eine Sprecherin.

Die Männer sollen demnach am frühen Sonntagmorgen aus drei Autos in der Nürnberger Straße ausgestiegen sein.

Nach einer Begrüßung soll ein Fußgänger mit einer Waffe aufgetaucht sein.

Berlin: Klimaschützer setzen angedrohte Autobahn-Blockaden in die Tat um
Berlin Lokal Klimaschützer setzen angedrohte Autobahn-Blockaden in die Tat um

Er soll Schüsse in Richtung einiger der Männer abgegeben haben. Die Mitfahrer und der Schütze flüchteten anschließend zu Fuß in unterschiedliche Richtungen.

Polizisten fanden vor Ort Patronenhülsen. Auch Einschusslöcher soll es geben, beispielsweise an einem Straßenschild.

Nach Schüssen auf der Nürnberger Straße: Eskalierte ein Clan-Streit?

Polizisten kontrollieren die Insassen eines Mercedes AMG an der Ecke Rankestraße/Augsburger Straße.
Polizisten kontrollieren die Insassen eines Mercedes AMG an der Ecke Rankestraße/Augsburger Straße.  © Morris Pudwell

Zwei der Autofahrer, beide 28 Jahre alt, wurden später in der Nähe von den alarmierten Beamten gefunden. Beide erklärten, keine Angaben zu dem Vorfall machen zu können. Warum sich die Männer in der Nacht trafen, war nach Polizeiangaben zunächst unklar.

Unweit der Nürnberger umstellten Polizisten einen weißen Mercedes AMG und kontrollierten die Insassen.

Nach TAG24-Informationen soll es sich dabei um Angehörige des berüchtigten Berliner Remmo-Clans handeln. Am Steuer soll nach ersten Erkenntnissen auch ein Clanmitglied der Remmos gesessen haben.

Titelfoto: Morris Pudwell

Mehr zum Thema Berlin: