Bundesweiter Warntag: Auch in Brandenburg heulen die Sirenen

Potsdam/Cottbus/Berlin - Damit Brandenburg im Ernstfall vorbereitet ist, werden am Donnerstag um 11 Uhr landesweit rund 2250 Sirenen zum Test ertönen.

Ein Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam.
Ein Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam.  © Jens Kalaene/dpa-Zentrealbild/dpa

Dazu soll es über Warn-Apps und über Rundfunk und Fernsehen Warnungen geben, wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte. "Zum einen wollen wir damit die Funktionstüchtigkeit unserer Alarmierungssysteme testen und zum anderen die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, auf welchen Wegen wir bei großen Schadenslagen wie Unwettern oder Hochwasser alarmieren", so Staatssekretär Uwe Schüler (50, CDU) in Potsdam.

Der erste bundesweite Warntag ist ein Test der technischen Infrastruktur für Bevölkerungswarnungen in ganz Deutschland. Künftig soll der Warntag jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Die Probewarnung wird von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst und anschließend verbreitet. In der Regionalleitstelle Nordwest der Feuerwehr in Potsdam wurde am Mittwoch gezeigt, wo die Warnmeldung auftaucht und wie sie dann an andere Behörden weitergeleitet wird.

In Berlin werden keine Sirenen heulen

Große Sirenen sind hauptsächlich in den ländlichen Regionen Brandenburgs installiert. (Symbolfoto)
Große Sirenen sind hauptsächlich in den ländlichen Regionen Brandenburgs installiert. (Symbolfoto)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

In Cottbus seien auch Lautsprecherdurchsagen möglich. Im Stadtgebiet gibt es noch 15 Sirenen, die ein bestimmtes Gebiet abdecken und Helfer im Katastrophen- oder Brandfall alarmieren, wie es weiter hieß. Die Sirenen seien überwiegend in den ländlichen Ortsteilen installiert. 

In Berlin werden hingegen keine Sirenen heulen. In einem dicht besiedelten Raum, wie Berlin, sollen die Informationen aber möglichst genau und an bestimmte Orte angepasst übermittelt werden. Dafür seien das Internet und Rundfunkansagen besser geeignet, erklärten das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Senat.

Außerdem gibt es in Berlin gar keine Warnsirenen mehr. "Die Zivilschutzsirenen des Bundes wurden in Berlin Anfang der 90er Jahre abgebaut", teilte die Senatsinnenverwaltung mit. Gegen 11.20 Uhr soll es Entwarnung geben, womit der Test dann beendet sein soll.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentrealbild/dpa

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