Skandal beim WDR: "Quarks"-Moderatorin El-Hassan bei Hass-Marsch in Berlin

Berlin/Köln - Sie soll ab Oktober das neue Gesicht des WDR-Wissenschaftsmagazins "Quarks" werden, doch vor wenigen Jahren nahm Nemi El-Hassan (28) an einem Marsch der islamistischen Al-Quds-Brigaden in Berlin teil.

Nemi El-Hassan (28) sitzt 2016 neben dem damaligen Innenminister Thomas de Maiziere (67, CDU) bei einer Veranstaltung in der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) in Berlin. El-Hassan soll 2015 in einem BPB-Video den "Dschihad" relativiert haben.
Nemi El-Hassan (28) sitzt 2016 neben dem damaligen Innenminister Thomas de Maiziere (67, CDU) bei einer Veranstaltung in der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) in Berlin. El-Hassan soll 2015 in einem BPB-Video den "Dschihad" relativiert haben.  © Kay Nietfeld/dpa

Das zeigt ein Foto aus dem Jahr 2014, das die B.Z. am Montag veröffentlichte. Darauf zu sehen ist El-Hassan, die mit ihrer linken Hand zwar das Peace-Zeichen zeigt, allerdings wurde bei dem Marsch auch zur Vernichtung Israels aufgerufen.

Der jährliche Al-Quds-Marsch gilt als israelfeindliche und antisemitische Demonstration und findet am Ende des Fastenmonats Ramadan statt.

Auf Nachfrage von Bild wollte sich der WDR nicht zur Teilnahme der zukünftigen Moderatorin äußern und auch die 28-Jährige selbst war demnach nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

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Zusätzlich zu dem Foto war ein Aufklärungs-Video der "Bundeszentrale für politische Bildung" (BPB) aus dem Jahr 2015 aufgetaucht. Darin erläutert die ehemalige YouTuberin ihre Interpretation des Wortes "Dschihad".

Ihrer Aussage zufolge, sei dessen Terror-Bedeutung die Folge einer "Missinterpretation" selbst ernannter "Islam-Experten", um "Vorurteile zu hegen".

Zukünftige "Quarks"-Moderatorin Nemi El-Hassan soll "Dschihad" relativiert haben

Demonstranten beim Al-Quds-Marsch 2018 in Berlin. El-Hassan soll 2014 an der israelfeindlichen und antisemitischen Demonstration teilgenommen haben.
Demonstranten beim Al-Quds-Marsch 2018 in Berlin. El-Hassan soll 2014 an der israelfeindlichen und antisemitischen Demonstration teilgenommen haben.  © Carsten Koall/dpa

Vielmehr bedeute "mein Dschihad" so viel wie "freundlich sein", "arbeiten" und "geduldig sein", erklärte sie weiter in dem Video.

Dies sei laut Islamwissenschaftler Dr. Abdel-Hakim Ourghi (53) "eine absolute Relativierung. Der Dschihad als Kampf gegen Ungläubige – wie Juden und Christen – wurde schon im Jahr 624 durch den Propheten betrieben, indem er Andersdenkende bekämpft hat", stellte er gegenüber Bild fest.

Der WDR nahm die Ärztin aufgrund der im BPB-Video getätigten Aussagen, die "aus dem Kontext gerissen" und zudem "sechs Jahre alt" seien, in Schutz.

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Bei Betrachtung des kompletten Beitrags könne die Redaktion "keine Relativierung erkennen", wie es von Sender-Seite weiter hieß.

Titelfoto: Carsten Koall/dpa, Kay Nietfeld/dpa (Bildmontage)

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