Sozialamt Neukölln schließt vorübergehend wegen Überlastung: "Der absolute Notfall"

Berlin - Das Sozialamt Neukölln schließt im November für zwei Wochen wegen Überlastung.

Die Amtsstuben des Sozialamtes in Berlin-Neukölln sind unterausgestattet. (Archivbild)
Die Amtsstuben des Sozialamtes in Berlin-Neukölln sind unterausgestattet. (Archivbild)  © Peer Grimm dpa/lbn

"Es ist der absolute Notfall. Die Kolleginnen und Kollegen brauchen die Zeit, um die Rückstände abzuarbeiten, weil wir völlig unterausgestattet sind im Sozialamt", sagte der Sozialstadtrat des Bezirks, Falko Liecke (49, CDU), der "RBB-"Abendschau" am Donnerstag.

"Die Not ist schon ziemlich groß. Wir haben bedingt durch die Ukraine-Flüchtlinge unheimlich große Berge an Rückstau, an nicht bearbeiteter Post, an Unterlagen, die nicht bearbeitet werden können derzeit", sagte Liecke.

Es fehle schlicht an Personal. "Und das ist eines unserer Hauptprobleme, dass wir hier wie in einem Hamsterrad arbeiten." Das Sozialamt soll deshalb ab Mitte November für zwei Wochen schließen. "Da ist übrigens Neukölln nicht alleine mit, sondern alle Bezirkssozialämter haben dieses Problem", sagte Liecke.

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Nadja Zivkovic (43, CDU), stellvertretende Bürgermeisterin im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, bestätigte das. In ihrem Bezirk sei es allerdings nicht ganz so drastisch wie in Neukölln.

"Wir wuppen es im Moment noch, aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch überlastet."

Titelfoto: Peer Grimm dpa/lbn

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