Sperrstunde in Berlin: Polizei muss mehrere Läden dichtmachen

Berlin - In der ersten Nacht mit der neuen Sperrstunde in Berlin haben Polizisten die Schließung mehrerer Betriebe veranlasst.

Ein halb geleertes Bier und andere benutzte Gläser stehen kurz nach der Sperrstunde in einer Bar in Neukölln auf dem Tresen.
Ein halb geleertes Bier und andere benutzte Gläser stehen kurz nach der Sperrstunde in einer Bar in Neukölln auf dem Tresen.  © Annette Riedl/dpa

Das sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Eine Bilanz mit Zahlen sollte demnach aber erst in der kommenden Woche vorliegen. 

Wie die Sprecherin erläuterte, rücken die Beamten nicht zu gesonderten Einsätzen aus, sondern kontrollierten die Sperrstunde im Rahmen ihrer üblichen Dienste. Im Fall von Verstößen würden Gewerbetreibende und Gäste angesprochen und Betriebe geschlossen. 

Für die nächste Zeit wolle die Polizei prüfen, ob sich lokale Schwerpunkte bilden, an denen dann gegebenenfalls verstärkt kontrolliert wird.

Mehrere Medien berichteten am Samstag von Verstößen gegen die neue Regelung. Manche Imbisse, Kneipen und Spätis seien trotz Sperrstunde offen geblieben, laut "Berliner Morgenpost" etwa auf der beliebten Ausgehmeile Simon-Dach-Straße in Friedrichshain. 

Wie der "Berliner Kurier" (Online) schrieb, soll es teils zu Diskussionen zwischen Betreibern und Polizisten gekommen sein. 

Beide Zeitungen berichten, dass in einem Restaurant am Kreuzberger Oranienplatz mehr als 80 Teilnehmer einer Feier nicht auf Anweisungen der Polizei reagiert haben sollen.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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