Spiel des Jahres: Berliner Verlag feiert Sieg mit "MicroMacro: Crime City"

Berlin - "MicroMacro: Crime City" ist das Spiel des Jahres 2021. Das kooperative Kriminalspiel vom Autor und Illustrator Johannes Sich wurde am Montag in Berlin von einer Kritiker-Jury ausgezeichnet.

Ein großes Schwarzweiß-Poster und ein paar Karten ist alles was die Spieler brauchen um in "MicroMacro: Crime City" Dutzende Mord- und Todesfälle aufzuklären.
Ein großes Schwarzweiß-Poster und ein paar Karten ist alles was die Spieler brauchen um in "MicroMacro: Crime City" Dutzende Mord- und Todesfälle aufzuklären.  © Wolfgang Kumm/dpa

Das innovative Wimmelbild-Spiel für ein bis vier Spieler (ca. 25 Euro) aus dem Hause des Berliner Verlags "Edition Spielwiese" setzte sich gegen die nominierten Titel "Die Abenteuer des Robin Hood" von Michael Menzel und "Zombie Teenz Evolution" von Annick Lobet durch.

Alle drei Titel waren dieses Mal kooperative Spiele: Es geht also um erfolgreiches Teamwork, und am Ende gewinnen oder verlieren alle gemeinsam. Ein Trend bei Brettspielen in den vergangenen Jahren.

Bei "MicroMacro: Crime City" müssen auf einem großen, schwarz-weißen und detailreichen Stadtplan mithilfe von Karten gemeinsam 16 spannende Kriminalfälle gelöst werden.

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Die Jury würdigte, es herrsche "knisternde Spannung im Raum. Alle Augen huschen über den Stadtplan, um ihm neue Informationen über die Verbrechen zu entlocken." Das Spiel biete "unvergessliche Momente".

Der Verein "Spiel des Jahres" vergibt den Preis seit über 40 Jahren. Die Jury nimmt dafür jährlich den Spielemarkt mit Hunderten Neuerscheinungen unter die Lupe.

Auszeichnung Spiel des Jahres lohnt sich auch finanziell

"MicroMacro: Crime City" von Johannes Sich ist von einer Jury zum Spiel des Jahres 2021 gewählt worden. Mit dem Titel Kennerspiel des Jahres wurde "Paleo" von Peter Rustemeyer prämiert.
"MicroMacro: Crime City" von Johannes Sich ist von einer Jury zum Spiel des Jahres 2021 gewählt worden. Mit dem Titel Kennerspiel des Jahres wurde "Paleo" von Peter Rustemeyer prämiert.  © Wolfgang Kumm/dpa

"Das ist alles viel zu krass und viel zu schnell passiert. Ich bin völlig überwältigt", sagte der glückliche Sieger Sich, der sich wie seine Teamkollegen zur Verleihung extra im schwarz-weißem Outfit - passend zum Spiel - präsentierte.

Auch finanziell lohnt sich der begehrte rote Pöppel (Spielfigur) mit dem Lorbeerkranz auf dem Cover. Brettspiele boomen - die Corona-Krise gaben dem nochmal einen Schub.

"Die Nachfrage ging förmlich durch die Decke. Familien wollten im Lockwdown häufiger denn je am Wohnzimmertisch was erleben", sagte der Spiel-des-Jahres-Vorsitzende Harald Schrapers.

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Das Spiel des Jahres habe dabei eine Ausnahmestellung. Gewöhnlich verkaufe der Preisträger "das 10-20fache Volumen eines gängigen Spieles. Oft bewegt sich der Absatz im Gewinnerjahr zwischen 100.000 und 250.000 Stück", erklärt Hermann Hutter, Vorsitzender des Branchenverbandes Spieleverlage e.V., der dpa.

Und das Geschäft geht weiter: Schon im Spätsommer kommt mit "MicroMacro: Crime City - Full House" ein zweiter Teil auf den Markt. "Es gibt wieder 16 Fälle und ein paar versteckte. Ich glaube, es ist noch besser", sagte Sich und ließ sich coronakonform feiern.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa (Bildmontage)

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