Berliner Kiezkneipe "Syndikat" verkündet neuen Räumungstermin

Berlin - Die Kiezkneipe Syndikat in Berlin-Neukölln hat nach eigenen Angaben einen neuen Räumungstermin bekommen.

Das "Syndikat" spielt für sein Milieu eine wichtige Rolle. (Archivbild)
Das "Syndikat" spielt für sein Milieu eine wichtige Rolle. (Archivbild)  © TAG24/privat

Wie das Kollektiv hinter der rund 35 Jahre alten Traditionskneipe an der Weisestraße 56 im Schillerkiez am Dienstag mitteilte, soll am Freitag, den 7. August um 9 Uhr, zwangsgeräumt werden.

Außerdem wurde für den Sonntag (14.6.) um 16 Uhr vor dem Syndikat eine Kiezversammlung/Kundgebung angekündigt.

Ein erster Räumungstermin am 17. April wurde coronabedingt verschoben. 

Seitdem befindet sich die Zukunft der Kneipe, die es seit 1985 gibt, weiter in der Schwebe.

Rückblick: Im Juli 2018 erhielt das Syndikat die Kündigung zum Ende des Jahres, im September folgte ein Schreiben: Neuverhandlungen ausgeschlossen. 

Die Schlüsselübergabe am 2. Januar 2009 verweigerte das Kollektiv. Der Betrieb lief ohne gültigen Mietvertrag bis zum Lockdown weiter. Trotz Schließung muss weiter ein monatliches Nutzungsentgelt bezahlt werden, während wegen des Räumungstitels keine Hilfe in Anspruch genommen werden kann.

Ende November 2019 verlor das Syndikat vor dem Berliner Landgericht. Die Richterin erklärte damals die Kündigung der Eigentümerfirma "Firman Properties" für wirksam.

Die "Firman Properties" in Luxemburg ist eine der vielen Briefkastenfirmen der "Pears Global Real Estate" der britischen Milliadärsfamilie Pears. Ihnen gehören Tausende Immobilieneinheiten in Berlin (TAG24 berichtete). 

Zuletzt kauften sie das Luftbrückenhaus am Rande des Tempelhofer Feldes. Das Bezirksamt Neukölln konnte jedoch erfolgreich das Vorverkaufsrecht ausüben (TAG24 berichtete).

Titelfoto: TAG24/privat

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