Syrischer YouTuber "tötet" Polizisten in Brandenburger Wald: Staatsschutz ermittelt

Potsdam - Wegen eines in einem sozialen Netzwerk veröffentlichten Gewaltvideos ermittelt der Staatsschutz gegen den syrischen YouTube-Star Fayez Kanfash (23) aus Luckenwalde (Teltow-Fläming), der immer wieder für Provokationen und Empörung sorgt.

Szenen aus dem Gewaltvideo von Fayez Kanfash (23), der 2016 als Flüchtling aus der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Deutschland kam und über eine Million YouTube-Abonnenten hat.
Szenen aus dem Gewaltvideo von Fayez Kanfash (23), der 2016 als Flüchtling aus der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Deutschland kam und über eine Million YouTube-Abonnenten hat.  © Screenshot/YouTube/Fayez Kanfash

Zudem habe die Polizei bei der Staatsanwaltschaft Potsdam Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz gestellt, bestätigte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Mittwoch. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." berichtet.

In dem Video wird gezeigt, wie Täter in einem Waldstück als Polizisten markierte Darsteller jagen und dann wird die Erschießung der Ordnungshüter gespielt.

Nach Angaben von Herbst prüft der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz in Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften auch mögliche weitere Straftatbestände wie etwa Gewaltverherrlichung im Netz.

Der zuständige Sprecher im Innenministerium, Jan Müller, bestätigte das Verfahren am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags. Das Video werde in Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften Potsdam und Cottbus geprüft, sagte er.

Titelfoto: Screenshot/YouTube/Fayez Kanfash

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