Tasmania Berlin will Bundesliga-Negativrekord an Schalke 04 loswerden

Berlin - FC Schalke 04 auf Negativrekord-Jagd: Die Gelsenkirchener schicken sich unfreiwillig an, den so unrühmlichen Rekord von Tasmania aus der Saison 1965/66 in der Fußball-Bundesliga einzustellen, als die Berliner 31 Spiele nacheinander keinen Sieg geholt hatten. Schalke ist davon nur noch zwei Partien entfernt.

Hans-Günter Becker (82, Mitte), der ehemalige Kapitän der Bundesliga-Mannschaft von Tasmania Berlin, würde den Bundesliga-Negativrekord für die meisten sieglosen Spiele in Folge gerne an den FC Schalke 04 abtreten.
Hans-Günter Becker (82, Mitte), der ehemalige Kapitän der Bundesliga-Mannschaft von Tasmania Berlin, würde den Bundesliga-Negativrekord für die meisten sieglosen Spiele in Folge gerne an den FC Schalke 04 abtreten.  © -/dpa

Zum Daumendrücken für Hertha BSC kann sich der ehemalige Kapitän von Tasmania Berlin nicht hinreißen lassen.

"Nee, das ist mir eigentlich völlig gleich", sagt Hans-Günter Becker vor dem Duell des Hauptstadt-Clubs gegen Schalke 04 am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky).

"So scharf sind wir auf diesen Negativrekord auch nicht", betonte Becker, mittlerweile 82 Jahre alt, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Er war dabei, als Tasmania von 34 Spielen als Aufsteiger zwei gewann, vier mit einem Unentschieden beendete und 28 verlor - das letzte übrigens mit 0:4 gegen Schalke.

Wenn die Königsblauen nun ihren Rekord knacken würden, "haben wir ja noch ein paar andere. Da können wir einen abgeben", meinte Becker.

Die 28 sind die meisten Niederlagen eines Bundesliga-Clubs, hinzukommen die wenigsten eigenen Treffer mit gerade mal 15 und die meisten Gegentore mit sage und schreibe 118 in einer Spielzeit.

Was die Hertha betrifft, gibt sich Becker eher reserviert. "Ich sage mal: gespalten", antwortete er auf die Frage, wie er den Verein findet. Aus der eigenen Zeit erinnerte er sich an eine gesunde Rivalität. Nun aber gehe er - zu Nicht-Corona-Zeiten - ein oder zweimal im Jahr ins Stadion von Hertha "und werde meist enttäuscht. Wenn man da hingeht, kann man sich nur ärgern."

Titelfoto: -/dpa

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