Motorboot rammt Schwimmer trotz Schwimmboje: Polizei findet abgetrennten Arm im See

Neubrandenburg -  Nach einem Bootsunfall mit einem Schwerverletzten auf dem Tollensesee bei Neubrandenburg ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung gegen den Bootsführer.

Teil eines Sees ist mit einem Flatterband der Polizei abgesperrt. (Symbolbild)
Teil eines Sees ist mit einem Flatterband der Polizei abgesperrt. (Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa

Wie der "Nordkurier" berichtet, hat die Polizei am Donnerstagmittag den abgetrennten Arm des 48-jährigen Geschädigten gefunden.

Das Motorboot hatte laut Polizeiangaben am Donnerstagabend (25. Juni) unweit von Klein Nemerow etwa 200 Meter vom Ufer entfernt einen Schwimmer mit der Schiffsschraube erfasst.

Der Neubrandenburger war nach ersten Ermittlungen mit einer leichten Schwimmboje als Kennzeichnung unterwegs gewesen.

Der schwer verletzte Schwimmer wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Greifswald geflogen. Der Mann schwebt nach Einschätzung der Mediziner nicht in Lebensgefahr, wie der Sprecher der Polizei erläuterte. 

Sein Zustand soll stabil sein. Der 62 Jahre alte Bootsführer aus Burg Stargard bei Neubrandenburg und seine 63-jährige Frau erlitten Schocks, mussten ambulant medizinisch versorgt und von einem Seelsorger betreut werden.

Nach Einschätzung der Wasserschutzpolizei durften sich sowohl der Schwimmer als auch das Motorboot in diesem südlichen Bereich des Tollensesees aufhalten. Die Beamten wollten am Freitag noch einmal auf den Tollensesee hinausfahren, um das abgetrennte Körperteil zu finden und zu bergen. Das Motorboot war auf dem Weg zu einem Kanal, der zur Lieps südlich des Tollensesees führt.

 Es handelt sich um ein etwa sechs Meter langes Motorboot, das noch in der DDR gebaut wurde und bis zu 40 Kilometer pro Stunde schnell sein kann.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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