Über 1000 antisemitische Vorfälle in Berlin registriert

Berlin - Die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) hat im vergangenen Jahr 1004 antisemitische Vorfälle registriert.

Bei einer Demonstration gegen die Einschränkungen durch die Pandemie-Maßnahmen der Bundesregierung am Brandenburger Tor trägt ein Teilnehmer eine Armbinde mit einem gelben Stern, der an einen Judenstern erinnern soll, mit der Aufschrift "Ungeimpft".
Bei einer Demonstration gegen die Einschränkungen durch die Pandemie-Maßnahmen der Bundesregierung am Brandenburger Tor trägt ein Teilnehmer eine Armbinde mit einem gelben Stern, der an einen Judenstern erinnern soll, mit der Aufschrift "Ungeimpft".  © Christophe Gateau/dpa

Davon waren 17 Angriffe, 43 Sachbeschädigungen, 51 Bedrohungen, 770 Fälle verletzenden Verhaltens und 123 antisemitische Massenzuschriften, wie am Montag mitgeteilt wurde. 2019 hatte es insgesamt 881 antisemitische Vorfälle gegeben, im Jahr davor lag die Zahl bei 1085.

Fast 20 Prozent (186) der registrierten antisemitischen Vorfälle habe im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestanden.

Oft sei es auch bei Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen zu solchen Vorfällen gekommen, etwa durch die Verbreitung von antisemitischen Verschwörungsmythen, Täter-Opfer-Umkehrungen und Holocaust-Verharmlosungen.

Die Zahl antisemitischer Gewaltvorfälle sei hingegen im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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