Umfragewerte auch bei Berliner CDU schlecht: "Wind bläst uns ins Gesicht!"

Berlin - Die schlechten Umfragewerte der CDU im Bund schmälern nach Überzeugung von Berlins CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner (48) auch die Chancen bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin.

Berlins CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner (48) ist der Meinung, dass die schlechten Umfragewerte der Bundes-CDU auch die Chancen bei der Abgeordnetenhauswahl schmälern.
Berlins CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner (48) ist der Meinung, dass die schlechten Umfragewerte der Bundes-CDU auch die Chancen bei der Abgeordnetenhauswahl schmälern.  © Jörg Carstensen/dpa

Die Bundes-CDU falle derzeit überall in Umfragen zurück, sagte Wegner am Samstag im RBB-Inforadio. "Das gehört ja einfach zur Wahrheit: Zurzeit bläst der Wind nicht von hinten, sondern stark ins Gesicht", so der Berliner Landesvorsitzende, der Nachfolger von Michael Müller (56, SPD) im Roten Rathaus werden will.

"Wir haben zurzeit einen Bundestrend, der für die CDU nicht gut ist. Und das spüren wir auch in Berlin." Dennoch halte er am Ziel der CDU fest, bei der Abgeordnetenhauswahl am 26. September stärkste Kraft zu werden.

"Und das zweite Ziel ist für mich auch klar: Berlin braucht einen neuen Politikstil, einen echten Politikwechsel", sagte Wegner. "Und das geht nur ohne Rot-Rot-Grün. Deswegen wollen wir, dass Rot-Rot-Grün keine eigene Mehrheit mehr hat."

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Auf mögliche Koalitionen legte sich Wegner nicht fest. Ein Bündnis mit der AfD schließe er allerdings aus.

Kai Wegner schließt Koalition mit AfD aus: "Die AfD ist mein politischer Feind"

"Die AfD ist mein politischer Feind. Sie will eine andere Stadt, eine andere Gesellschaft", so der CDU-Spitzenkandidat. "Mit dieser AfD kann man die Zukunft dieser Stadt nicht gestalten."

Nach dem am Mittwoch vergangener Woche veröffentlichten "BerlinTrend" von Infratest dimap kam die CDU in Berlin bei der Sonntagsfrage auf 19 Prozent - deutlich hinter der SPD (23 Prozent) als stärkster Partei.

Nach den am selben Tag veröffentlichten Daten des Instituts Insa landete sie bei nur 16 Prozent, die SPD bei 22.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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