Häufig jung oder besoffen: Über 200 Verletzte bei E-Scooter-Unfällen in Berlin

Berlin/Wiesbaden - Aus Berlins Straßenbild sind sie kaum noch wegzudenken, nun liegen erste Zahlen zu ihrem Gefahrenpotential vor: E-Scooter waren im vergangenen Jahr in Berlin in 238 Unfälle verwickelt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mit Verweis auf vorläufige Auswertungen mitteilte.

E-Scooter stehen vor dem Brandenburger Tor. Bei Unfällen mit den elektrischen Rollern wurden 2020 mehr als 200 Menschen verletzt. (Archivfoto)
E-Scooter stehen vor dem Brandenburger Tor. Bei Unfällen mit den elektrischen Rollern wurden 2020 mehr als 200 Menschen verletzt. (Archivfoto)  © Christoph Soeder/dpa

Bei 91,6 Prozent dieser Unfälle kamen Menschen zu Schaden. Den Angaben zufolge zählte die Polizei insgesamt 238 Verletzte, darunter 34 Schwerverletzte. Ein Mensch kam ums Leben.

Die überwiegende Mehrheit (70,2 Prozent) der Verunglückten war selbst auf einem der kleinen Roller unterwegs - auch der tödlich Verletzte.

Bundesweit wurden laut Statistischem Bundesamt 2298 Menschen bei insgesamt 2155 Unfällen mit E-Scootern verletzt; 386 von ihnen schwer. Fünf Menschen kamen ums Leben.

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Für fast drei von vier dieser Unfälle (72,1 Prozent) sind demnach die Rollerfahrer selbst hauptverantwortlich. Häufig hätten sie die Kontrolle über den E-Scooter verloren.

Die Unfälle geschahen meist mit jüngeren Menschen am Lenker. Rund drei Viertel (76 Prozent) der an den Unfällen beteiligten Rollerfahrer waren jünger als 45 Jahre, etwa ein Drittel (33,7 Prozent) war unter 25.

Wo die Polizei Fehlverhalten registrierte, war außerdem häufig Alkohol im Spiel: 18,3 Prozent der 2355 vermerkten Vorwürfe beziehen sich auf das Fahren unter Alkoholeinfluss. Zum Vergleich: Bei Fahrradfahrern liegt dieser Anteil mit 7,1 Prozent deutlich niedriger.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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