Verdi: Gewerkschaft ruft zum dreitägigen Streik bei Vivantes und Charité auf

Berlin - Die Gewerkschaft Verdi hat das Pflegepersonal und andere Beschäftigte der landeseigenen Berliner Krankenhäuser Vivantes und Charité ab diesem Montag (6 Uhr) zu einem dreitägigen Streik aufgerufen.

Zahlreiche Pflegekräfte und andere Beschäftigte nehmen an einer Protestkundgebung vor der Vivantes-Zentrale in Berlin-Reinickendorf teil.
Zahlreiche Pflegekräfte und andere Beschäftigte nehmen an einer Protestkundgebung vor der Vivantes-Zentrale in Berlin-Reinickendorf teil.  © Jörg Carstensen/dpa

Die Behandlung von Notfällen werde gewährleistet, sagte ein Gewerkschaftssekretär.

Der Ausstand betrifft nicht die Tochterunternehmen der Kliniken, die unter anderem für Essen und Wäsche sorgen. Der Arbeitskampf soll nach Angaben von Verdi am Montag mit der Frühschicht beginnen. Es geht um bessere Arbeitsbedingungen.

Sowohl Vivantes als auch die Charité haben planbare Eingriffe abgesagt. Vor der Vivantes-Zentrale in Reinickendorf ist ab 10.30 Uhr eine Kundgebung geplant.

Berlin: Breitscheidplatz: Anis Amri erschossen, nachdem er 12 Menschen tötete - "Beruhigend, dass er weg ist!"
Berlin Breitscheidplatz: Anis Amri erschossen, nachdem er 12 Menschen tötete - "Beruhigend, dass er weg ist!"

"Die Notfallversorgung wird sichergestellt, dennoch ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Wir bitten Erkrankte in weniger dringlichen Fällen die Notaufnahmen anderer Krankenhäuser aufzusuchen und bitten um Verständnis", heißt es bei der Charité.

Der Gewerkschaft geht es um einen Tarifvertrag, der eine Mindestpersonalausstattung für Stationen und Bereiche festlegt.

Er soll zudem Regelungen zum Belastungsausgleich enthalten für den Fall, dass diese tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden.

Außerdem wollen Angestellte von Vivantes-Tochterunternehmen den vollen Tariflohn des öffentlichen Dienstes erhalten.

Update, 10.18 Uhr: Beschäftigte streiken vor Krankenhäusern

Mitarbeiter der landeseigenen Krankenhäuser Vivantes und Charité sind am Montag in einen Streik getreten. "An allen Standorten stehen jeweils 30 bis über 100 Beschäftigte vor der Tür", sagte Meike Jäger, Verhandlungsführerin von Verdi. Es seien bis Mittag weitere Gespräche über eine Notdienstvereinbarung mit den beiden Kliniken geplant, so Jäger.

Der Streik soll bis Donnerstag, 6 Uhr, andauern.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

Mehr zum Thema Berlin: