Vernichtendes Urteil zum Fernunterricht: Fehlende Qualifikation und miese Technik

Potsdam - Qualifikation und Technik mangelhaft! Der Landeselternrat in Brandenburg gibt ein vernichtendes Urteil zum Fernunterricht ab und fordert aus Sorge vor schlechten Noten einen dritten Prüfungstermin für das Abitur in den Sommerferien.

Ein Mädchen arbeitet im Wohnzimmer in einer Lern-App. Der Landeselternrat in Brandenburg gibt ein vernichtendes Urteil zum Fernunterricht ab. (Symbolfoto)
Ein Mädchen arbeitet im Wohnzimmer in einer Lern-App. Der Landeselternrat in Brandenburg gibt ein vernichtendes Urteil zum Fernunterricht ab. (Symbolfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Als Grund nannte der Vorsitzende René Mertens steigende Lernrückstände. An einem Drittel der Schulen klappe der Fernunterricht überhaupt nicht aufgrund der technischen Ausstattung. Auch fehle manchen Lehrern das Engagement.

Neben einem weiteren Prüfungstermin fordern die Eltern, dass die Schulaufsicht bei Problemfällen viel strenger hinterher sein müsse.

Bislang war in Brandenburg bis auf den eigentlichen Termin auch ein Nachholtermin im Krankheitsfall vorgesehen. Ein dritter Termin sei für die benachteiligten Schüler fair: "Das sind wir ihnen schuldig", sagte Mertens.

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Die Schulen in Brandenburg sind aufgrund der Corona-Pandemie seit Anfang Januar bis auf Abschlussklassen, Förderschulen und Notbetreuung geschlossen, gelernt wird zu Hause.

Bildungsministerin Britta Ernst (59, SPD), derzeit Präsidentin der Kultusministerkonferenz, sieht noch keine Möglichkeit für einen wechselnden Unterricht in Grundschulen und zu Hause.

"Sollten sich die Inzidenzen positiv entwickeln, haben wir eine Handhabe, die Schulen für die Grundschülerinnen und Grundschüler zu öffnen", sagte Ernst am Donnerstag. "Im Moment sieht das leider nicht so aus."

Für ganz Brandenburg wurden am Donnerstag knapp 250 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche registriert - weit über der kritischen Marke von 200.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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