Vogelgrippe in der Hauptstadt angekommen: Zoo-Tiere in Gefahr!

Berlin - Geflügelpest weiter auf dem Vormarsch! Die Vogelgrippe breitet sich immer weiter im Norden und Osten Deutschlands aus und ist jetzt auch in Berlin angekommen. Zahlreiche Wildvögel in Zoo und Tierpark sind dadurch in Gefahr!

Ein Fischreiher steht an der Spree, während ein Spreedampfer mit der Aufschrift "Berlin" vorbeifährt. Die Vogelgrippe wurde nun auch in der Hauptstadt erstmals nachgewiesen. (Symbolfoto)
Ein Fischreiher steht an der Spree, während ein Spreedampfer mit der Aufschrift "Berlin" vorbeifährt. Die Vogelgrippe wurde nun auch in der Hauptstadt erstmals nachgewiesen. (Symbolfoto)  © Jörg Carstensen/dpa

Nun gibt es also auch den ersten amtlich bestätigten Fall von Vogelgrippe in der Hauptstadt. Bei einer verendeten Wildgans im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist der Erreger H5N8 nachgewiesen worden.

Das tote Tier wurde in der Kommandantenstraße aufgefunden. Den Verdacht auf Geflügelpest hat das Friedrich-Loeffler-Institut mittlerweile offiziell bestätigt.

Das Virus stellt bisher zwar keine Gefahr für den Menschen dar, jedoch sind Hausgeflügelbestände und die Haltungen von Wildvögeln in Zoologischen Einrichtungen dadurch bedroht.

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In den vergangenen Wochen wurde der Erreger unter anderem in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und jüngst auch Brandenburg festgestellt. Bei Gnoien im Landkreis Rostock mussten auf einem Geflügelhof 67.000 Legehennen getötet werden.

Berlin vermeldete letztmals im Winter 2016/17 das Auftreten der Geflügelpest, damals bei knapp 60 Wildvögeln.

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick informiert bei Twitter über den ersten Fall von Geflügelpest in Berlin

Tote oder augenscheinlich kranke Vögel sollten auf keinen Fall angefasst werden

Ein Warnschild hängt am Zaun eines Geflügelmastbetriebes im Landkreis Vorpommern-Rügen. Auch Berliner Geflügelhalter müssen ihre Ställe jetzt absichern. (Symbolfoto)
Ein Warnschild hängt am Zaun eines Geflügelmastbetriebes im Landkreis Vorpommern-Rügen. Auch Berliner Geflügelhalter müssen ihre Ställe jetzt absichern. (Symbolfoto)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Eine Übertragung der Seuche auf den Menschen ist bislang nicht bekannt. Dennoch ruft das Ordnungsamt zu besonderer Vorsicht auf.

So sollte der Fund von toten Greif-, Raben- oder Wasservögeln den zuständigen Veterinärämtern der Bezirke gemeldet werden, um eine Untersuchung der Tiere durchführen zu können.

Tote oder augenscheinlich kranke Vögel sollten auf keinen Fall angefasst und auch nicht deren Federn gesammelt werden. Im Gegensatz zu den genannten Vogelarten gelten Tauben und Singvögel als nicht sehr anfällig für den Geflügelpest-Erreger

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Geflügelhalter sollten dafür Sorge tragen, den Kontakt von Wildvögeln zu ihrem Tierbestand zu vermeiden. Tränke, Futter und Einstreu müssen für Wildvögel unzugänglich sein.

Auch Hobbyhalter sollten ihre Ställe und Standorte gegen das Betreten von Unbefugten absichern.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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