Nach großem Waldbrand im Loben-Moor: Feuerwehr löscht weiter

Plessa -  Fünf Tage nach dem Ausbruch eines Großbrandes in einem Moorgebiet bei Plessa im Landkreis Elbe-Elster ist die Feuerwehr weiter mit Löscharbeiten beschäftigt.

Blick auf eine Rauchwolke während eines Waldbrandes im Loben-Moor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa.
Blick auf eine Rauchwolke während eines Waldbrandes im Loben-Moor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa.  © Veit Rösler/dpa-Zentralbild/dpa

Rund 50 Feuerwehrleute kontrollierten und löschten kleinere aufflammende Brände, wie der Landkreis am Mittwoch mitteilte. "Es ist soweit ruhig", sagte der persönliche Referent des Landrates, Marten Frontzek.

Das Feuer war am Freitag in dem Waldgebiet in Südbrandenburg ausgebrochen und hatte sich innerhalb weniger Stunden von zunächst zehn auf 100 Hektar ausgebreitet. 

Ein Moorgebiet, ein angrenzendes Waldstück und ein Schilfgürtel brannten. Die Feuerwehr war zu Pfingsten mit bis zu 200 Einsatzkräften vor Ort, auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei unterstützte. Ortschaften waren nicht in Gefahr.

Am Montag hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle gebracht. Sogenannte Dauerregner seien Tag und Nacht im Einsatz, um den Boden feucht zu halten ein Überspringen der Flammen auf an das Moor angrenzende Nadelwälder zu verhindern. 

Da der Brand unterirdisch in dem Moorgebiet weiter brennt, kontrollieren Feuerwehrleute mit Wärmebildkameras den Boden, an welchen Stellen es brennt, wie Frontzek sagte. Zusätzlich fliege ein Hubschrauber der Landespolizei, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, einmal täglich über das Gebiet. 

Ein 20 Meter breiter und mehr als 800 Meter langer Schutzstreifen soll zudem verhindern, dass der Brand auf Munitionsfläche überspringt.

"Bittere Bilder aus dem Naturschutzgebiet Loben"

"Bittere Bilder aus dem NSG #Loben. Ca. 100 ha sind hier von den Bränden erfasst worden", twitterte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) unter ein Foto des verbrannten Waldes, der am Dienstag den Ort besucht hatte. "Danke allen Einsatzkräften!"

Titelfoto: Veit Rösler/dpa-Zentralbild/dpa

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