Wann müssen Influencer Werbung kennzeichnen? Regierung schafft Klarheit

Berlin - Die Bundesregierung will den Verbraucherschutz im Wettbewerbs- und Gewerberecht stärken und klarer regeln, wann Blogger und Influencer Werbung kennzeichnen müssen.

Christine Lambrecht (55, SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, will mit dem Gesetzesentwurf Influencern und Bloggern mehr Rechtssicherheit geben.
Christine Lambrecht (55, SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, will mit dem Gesetzesentwurf Influencern und Bloggern mehr Rechtssicherheit geben.  © Kay Nietfeld/dpa

Das Bundeskabinett billigte damit einen Gesetzesentwurf von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (55, SPD), dass nur bei einer Gegenleistung Postings künftig als Werbung gekennzeichnet werden müssen.

"Wir stellen klar, dass Empfehlungen ohne Gegenleistung keine Werbung sind und solche Postings müssen auch nicht als Werbung gekennzeichnet werden", sagte Lambrecht am Mittwoch in einer Videobotschaft auf der Instagram-Seite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.

Gegenleistungen seien zum Beispiel Provisionen sowie Produkte, die von einem fremden Unternehmen zugesandt wurden, welche die Influencer nutzen oder behalten dürfen.

Außerdem werden Pressereisen, Stellung von Ausrüstung oder Kostenübernahmen zu Gegenleistungen gerechnet, hieß es weiter in dem Gesetzesentwurf, der den Influencern und Bloggern mehr Rechtssicherheit geben soll.

"Diese Regelung ist ein Gewinn für alle, die bei Instagram, Facebook und Co. unterwegs sind", sagte Lambrecht weiter.

Damit wolle die Politik auch für Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Transparenz und Klarheit schaffen.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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