BVG legt mit Warnstreik Nahverkehr lahm: Massive Einschränkungen erwartet

Berlin - Fahrgäste und Pendler in Berlin und Brandenburg müssen sich am Freitag erneut auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) einstellen.

In der Frontscheibe eines Busses der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) steckt vor dem BVG Betriebshof Cicerostraße eine Fahne der Gewerkschaft Verdi.
In der Frontscheibe eines Busses der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) steckt vor dem BVG Betriebshof Cicerostraße eine Fahne der Gewerkschaft Verdi.  © Fabian Sommer/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Tag in den beiden Bundesländern die Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen. 

In der Hauptstadt sollen Busse und Bahnen der BVG für 24 Stunden von 3 Uhr morgens an im Depot bleiben. I

In Brandenburg sind die Beschäftigten aufgefordert, von Betriebsbeginn bis zum Mittag die Arbeit ruhen zu lassen. S- und Regionalbahnen sowie Privatbusse, die im Auftrag der BVG in Berlin unterwegs sind, fahren aber ohne Einschränkungen. 

Das betrifft vor allem Linien am Berliner Stadtrand sowie zahlreiche Nachtbusse.

Hintergrund der Warnstreiks ist die Forderung des Verdi-Bundesverbands nach einer bundesweit einheitlichen Tarifregelung für die rund 87 000 Beschäftigten im ÖPNV. 

Tarife im Nahverkehr werden derzeit in den 16 Bundesländern einzeln ausgehandelt. Derzeit laufen etwa Verhandlungen unter anderem in Berlin. 

Kritik an Warnstreik in Berlin wegen Corona

Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) streiken mit Hilfe der Aktivisten von Friday for Future vor dem BVG Betriebshof Cicerostraße mit einem Bus aus Pappe.
Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) streiken mit Hilfe der Aktivisten von Friday for Future vor dem BVG Betriebshof Cicerostraße mit einem Bus aus Pappe.  © Fabian Sommer/dpa

Weil sich deshalb die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Regionen aus Sicht der Gewerkschaft zu weit auseinander entwickelt haben, sollen die regionalen Regelungen um eine bundesweite ergänzt werden.

Bereits Ende September war es deshalb bundesweit zu einem Warnstreik gekommen, auch Berlin und Brandenburg waren betroffen. 

In dieser Woche folgten Aktionen in NRW, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Bremen. Neben Berlin und Brandenburg ist am Freitag auch Bayern betroffen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hatten am Dienstag die Arbeitskampf-Aktion der Gewerkschaft kritisiert.

 "Angesichts steigender Coronawerte kommt auch dieser, für ganze 24 Stunden geplante, Warnstreik zu einem völlig falschen Zeitpunkt und setzt unsere Fahrgäste einem unnötigen Gesundheitsrisiko aus", hieß es.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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