Weiterer Rivale für Lieferando: Delivery Hero kehrt nach Deutschland zurück

Berlin - Rund zwei Jahre nach dem Verkauf seines Deutschland-Geschäfts will der Online-Lieferdienst Delivery Hero hierzulande wieder Fuß fassen.

Nachdem Delivery Hero das deutsche Geschäft 2019 an die Konkurrenz verkauft hat, plant der Lieferdienst nun eine Rückkehr nach Deutschland. (Archivfoto)
Nachdem Delivery Hero das deutsche Geschäft 2019 an die Konkurrenz verkauft hat, plant der Lieferdienst nun eine Rückkehr nach Deutschland. (Archivfoto)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Ab August wolle der Dax-Konzern unter der Marke Foodpanda sowohl Essensauslieferungen als auch die zeitnahe Zustellung von Alltagsgegenständen anbieten, teilte Delivery Hero am Mittwoch in Berlin mit.

"Wir haben Deutschland immer im Auge behalten und sehen enorme Möglichkeiten, das Kundenerlebnis zu verbessern", sagte Foodpanda-Chef Artur Schreiber. Bereits im Juni solle eine Beta-Phase anlaufen.

Foodpanda ist bislang vor allem im asiatischen Raum stark vertreten. Neben Singapur, Malaysia und Thailand kam im Herbst noch Japan hinzu.

Foodpanda liefert nicht nur Essen, sondern will auch Alltagsgegenstände binnen weniger Minuten von lokalen Geschäften direkt zum Kunden liefern. Nach dem Start in Berlin will Foodpanda dann auch in weiteren deutschen Städten Dienste anbieten.

Delivery Hero hatte das deutsche Geschäft (Foodora, Lieferheld, Pizza.de) 2019 an den damaligen niederländischen Konkurrenten Takeaway.com - heute Just Eat Takeaway (Lieferando) - verkauft.

Lieferando-Konkurrent Uber Eats geht in Berlin an den Start

Ein Mitarbeiter des Essenslieferdienstes Uber Eats radelt mit einer Lieferung durch Tokio. Der Lieferservice geht am Mittwoch in Berlin an den Start.
Ein Mitarbeiter des Essenslieferdienstes Uber Eats radelt mit einer Lieferung durch Tokio. Der Lieferservice geht am Mittwoch in Berlin an den Start.  © -/kyodo/dpa

Erst im April hatte der Taxi-Konkurrent Uber angekündigt, sein Essenslieferangebot Uber Eats in Berlin zu starten. Am Mittwoch soll der neue Lieferdienst laut B.Z. nun loslegen.

Mehr als 200 Berliner Restaurants seien demnach eine Kooperation mit dem Unternehmen eingegangen. Die Auslieferung übernehmen mehr als 500 Fahrradkuriere.

Allerdings ist das Liefergebiet zunächst auf den innerstädtischen Bereich beschränkt.

Neben dem Platzhirsch Lieferando muss sich Foodpanda im Restaurant-Segment hierzulande zudem auf Konkurrenz des finnischen Start-Ups Wolt einstellen, das mittlerweile in Berlin, Frankfurt und München aktiv ist.

Im Bereich Q-Commerce tritt Delivery Hero unterdessen gegen andere Fahrradkuriere wie Flink und Gorillas sowie Amazon mit seinem Zustellservice Prime Now an.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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