Tausende mussten ihre Wohnung verlassen: Weltkriegsbombe in Kreuzberg entschärft!

Berlin - Nach dem Fund einer 250 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe in Berlin-Kreuzberg müssen Anwohner am Samstag für die Entschärfung sicherheitshalber ihre Wohnungen verlassen.

In Berlin-Kreuzberg soll am Samstag eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft werden.
In Berlin-Kreuzberg soll am Samstag eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft werden.  © dpa/Jörg Carstensen

Für die Evakuierung in der Neuenburger Straße werde mit mehreren Tausend Menschen gerechnet, teilte der Lagedienst der Polizei am Freitagabend mit. Die Bombe sei bei Bauarbeiten auf einem Hof des Patentamts gefunden worden. 

Der große Komplex erstreckt sich zwischen der Gitschiner Straße und der Neuenburger Straße. Ab 8 Uhr morgens werde es einen Sperrkreis jeweils 300 Meter um den Fundort geben, teilte die Polizei am Freitag mit. 

Anwohner werden dann, wie bei solchen Evakuierungen üblich, von Polizisten aus dem Haus geklingelt. 

Um die Unterbringung während der Entschärfung soll sich auch der Bezirk kümmern.

Ab 8 Uhr morgens wurde im Sperrkreis von jeweils 300 Meter um den Fundort evakuiert.
Ab 8 Uhr morgens wurde im Sperrkreis von jeweils 300 Meter um den Fundort evakuiert.  © dpa/Jörg Carstensen

Update,  8 Uhr: Wegen der Bombenentschärfung kommt es ab acht Uhr zu Verkehrseinschränkungen im Bereich der Neuenburger Straße. Wie die Verkehrsinformationszentrale am Samstag per Twitter mitteilte, sollte der Bereich um die Gitschiner Straße, das Waterloo-Ufer, die Lindenstraße, die Zossener Brücke, die Alte Jakobstraße und die Alexandrinenstraße weiträumig umfahren werden.

Update, 15 Uhr: Evakuierung in Berlin-Kreuzberg zieht sich in den Nachmittag hinein

Die Evakuierung des Sperrgebietes in Berlin-Kreuzberg vor der geplanten Entschärfung einer Weltkriegsbombe hat sich bis in den Samstagnachmittag hingezogen. Seit 8 Uhr morgens waren rund 7500 Menschen dazu aufgefordert, ihre Wohnungen rund um die Neuenburger Straße nahe des U-Bahnhofs Prinzenstraße zu verlassen. 

Rund fünfeinhalb Stunden später teilte die Polizei via Twitter mit, mittlerweile hätten dies etwa 80 Prozent der Anwohner getan. Sobald die Maßnahmen beendet seien, könnten sie wieder in ihre Wohnungen zurück. Auch Personen, die Hilfe benötigen, würden nach und nach aus den Wohnungen gebracht, schrieb die Polizei.

Vor allem der Krankentransport von Hilfsbedürftigen benötige Zeit, erklärte eine Polizeisprecherin. Die Feuerwehr sowie verschiedene Hilfsorganisationen wie die DLRG oder der Malteser Hilfsdienst seien vor Ort. Zuvor hatte die Sprecherin gesagt: «Genauigkeit geht vor Schnelligkeit.» Einsatzkräfte gingen von Tür zu Tür, um die Menschen einzeln anzusprechen. Schwierigkeiten oder Zwischenfälle seien ihr nicht bekannt. Rund 350 Polizisten seien im Einsatz.

Die Polizei fuhr mit Lautsprecherwagen durch die Straßen. Es gab Durchsagen auf Deutsch, Türkisch und Arabisch.

Im Laufe des Tages sollten Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) eine 250 Kilogramm schwere Bombe entschärfen, die bei Bauarbeiten im Hof des Patentamtes gefunden worden war. Der Sperrkreis rund um den Fundort hatte einen Radius von 300 Metern. Autofahrer waren dazu angehalten, das Gebiet großflächig zu umfahren.

Update, 17.45 Uhr: Weltkriegsbombe in Berlin-Kreuzberg entschärft

In Berlin-Kreuzberg ist eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes (LKA) machten den Blindgänger unschädlich, wie die Polizei am frühen Samstagabend twitterte. 

"Sobald Sie zurück in Ihre Wohnungen können, geben wir Ihnen Bescheid. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld."

Titelfoto: dpa/Jörg Carstensen

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