Wieder Warnstreiks bei BVG und Co.: Am Freitag steht alles still!

Berlin - Am Freitag stehen wieder Busse und Bahnen still! Diesmal soll der Ausstand in Berlin und Brandenburg ganze 24 Stunden andauern, wie die Gewerkschaft Verdi am Dienstag angekündigt hat.

Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstag einen erneuten Warnstreik angekündigt: Ab Freitag 3 Uhr morgens stehen Busse und Bahnen bei der BVG für volle 24 Stunden still.
Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstag einen erneuten Warnstreik angekündigt: Ab Freitag 3 Uhr morgens stehen Busse und Bahnen bei der BVG für volle 24 Stunden still.  © Paul Zinken/dpa

Damit sind in dieser Woche acht Bundesländer betroffen. Hintergrund ist die Forderung des Verdi-Bundesverbands nach einer bundesweit einheitlichen Tarifregelung für die rund 87.000 Beschäftigten im ÖPNV.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte das am Dienstag erneut abgelehnt.

Tarife im Nahverkehr werden derzeit in den 16 Bundesländern einzeln ausgehandelt. Weil sich deshalb die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Regionen aus Sicht der Gewerkschaft zu weit auseinander entwickelt haben, sollen die regionalen Regelungen um eine bundesweite ergänzt werden.

Der VKA lehnt das ab und sieht die Zuständigkeit für die Tarifverhandlungen weiter bei seinen Mitgliedsverbänden auf Landesebene.

"Die Warnstreiks sind nicht nur eine Zumutung für die Bevölkerung, sondern auch für die krisengeplagten Nahverkehrsunternehmen, die enorme Einnahmeverluste im Zuge der Corona-Krise zu verkraften haben", teilte der VKA am Dienstag mit.

Der Warnstreik soll diesmal volle 24 Stunden andauern

Die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, entgegnete: "Wir informieren frühzeitig über die Warnstreiks, damit sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation einstellen und Alternativen organisieren könnten."

Bereits am 29. September hatten die BVG-Mitarbeiter ihre Arbeit von 3 Uhr morgens bis 12 Uhr Mittags niedergelegt. Diesmal soll der Streik von Freitag 3 Uhr morgens bis Samstag 3 Uhr morgens andauern. Die S-Bahn Berlin sowie der Regionalverkehr bleiben in Betrieb. Allerdings kommt es bei der S-Bahn bis Freitag noch zu Einschränkungen aufgrund eines Kabelbrandes.

Mit dieser Ankündigung macht sich Verdi sicherlich keine Freunde, insbesondere da erst kürzlich die zweite Berliner Corona-Ampel auf Rot gesprungen ist.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

Mehr zum Thema Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0