Wieder Farbanschlag in der Wildenbruchstraße! Nazi-Symbole an Läden geschmiert

Berlin - Erneut haben unbekannte Täter in der Wildenbruchstraße in Berlin-Neukölln Nazi-Symbole an ein Gebäude geschmiert.

Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt. (Symbolbild)
Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt. (Symbolbild)  © Tobias Arhelger/123RF

Nach bisherigen Erkenntnissen seien ein Hakenkreuz und die Bezeichnung "SS" an die Fassade eines Restaurants gemalt worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. 

Ein Wachmann des Objektschutzes der Polizei habe die Schmierereien am frühen Freitagmorgen entdeckt, hieß es in einer Mitteilung. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt.

In den vergangenen Jahren war ein Schnellrestaurant in der Wildenbruchstraße immer wieder Ziel von Nazi-Schmierereien. So hatte es dort auch im vergangenen Dezember einen ähnlichen Vorfall gegeben. 

Damals berichtete Bezirksbürgermeister Martin Hikel (34, SPD) in Facebook von Nazi-Schmierereien auf einem Burgerladen und in einem Hausflur. 

Ende 2016 hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf das linke Szene-Café "k-fetisch" in der gleichen Straße verübt.

Rechtsextreme Anschlagsserie im Norden Neuköllns

Unklar ist, ob die aktuelle Tat zu der rechtsextremen Anschlagsserie der vergangenen Jahre im Norden Neuköllns zählt. Mit einer eigenen Ermittlungsgruppe namens "Fokus" untersucht das Landeskriminalamt (LKA) die jahrelange Serie. So wurden in der Vergangenheit Brandanschläge auf Autos bekannter Mitglieder linker Parteien verübt. 

Es wurden Drohungen verschickt und linke Treffpunkte beschädigt. Im Verdacht stehen mehrere bekannte Neonazis, bei denen es auch Durchsuchungen gab.

Am Freitag wurde bekannt, dass es Ermittlungen gegen einen Polizeihauptkommissar gibt, der über eine frühere AfD-Chatgruppe Kontakt zu einem der inzwischen Verdächtigen hatte. Der Kommissar soll Dienstgeheimnisse an diese Chatgruppe verraten haben.

Titelfoto: Tobias Arhelger/123RF

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