"Wir haben es satt": Bauern, Klima- und Tierschützer gehen in Berlin auf die Straße

Berlin - Mit hupenden Traktoren zieht an diesem Samstag (10 Uhr) die jährliche "Wir haben es satt"-Demonstration durch Berlin.

Landwirte, Klima- und Tierschützer verlangen eine Wende in der Agrarpolitik. (Archivbild, Symbolbild)
Landwirte, Klima- und Tierschützer verlangen eine Wende in der Agrarpolitik. (Archivbild, Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Landwirte, Klima- und Tierschützer verlangen eine Wende in der Agrarpolitik. Dazu wollen sie vor die CDU-Bundeszentrale und vor das Bundeskanzleramt ziehen.

Gefordert wird etwa, die Zahl der Tiere in den Ställen und den Fleischkonsum deutlich zu senken. Neben mehr Tier- und Klimaschutz in der Landwirtschaft soll die Politik eine Zukunft für die bäuerlichen Betriebe in Deutschland sichern.

Aufgerufen zu der Demonstration hat ein Bündnis aus 60 Organisationen, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Bio-Anbauverbände, kirchliche Hilfswerke und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

In den vergangenen Jahren kamen mehrere Zehntausend Teilnehmer zu der Demonstration. Wegen der Corona-Krise werden in diesem Jahr etwa 150 Teilnehmer sowie 15 bis 25 Traktoren erwartet.

Update, 13.12 Uhr: "Wir haben es satt"-Demo nimmt Kurs auf CDU-Zentrale und Kanzleramt

Mit knapp 30 Traktoren sind Landwirte, Klima- und Tierschützer zur jährlichen "Wir haben es satt"-Demonstration durch Berlin gezogen. Erste Etappe war am Samstag die CDU-Bundeszentrale. Ein Traktor überfuhr ein auf die Straße gelegtes Transparent mit der Aufschrift "15 Jahre CDU-Agrarpolitik hinterlassen Spuren: Höfesterben, Dumpingpreise, Klimakrise".

Die industrielle Landwirtschaft müsse gestoppt werden, erklärte "Wir haben es satt"-Sprecher Christian Rollmann. Gefordert wird etwa, die Zahl der Tiere in den Ställen und den Fleischkonsum deutlich zu senken. Neben mehr Tier- und Klimaschutz in der Landwirtschaft soll die Politik eine Zukunft für die bäuerlichen Betriebe in Deutschland sichern.

Rund 10.000 Unterstützer schickten eigene Fuß- und Schuhabdrücke auf Papier ein, weil sie aufgrund der Corona-Pandemie nicht nach Berlin kamen. Die Abdrücke wurden am Mittag auf 30 Leinen bis zu drei Meter hoch vor dem Bundeskanzleramt aufgehängt. In den vergangenen Jahren kamen mehrere Zehntausend Teilnehmer zu der Demonstration.

Aufgerufen hatte ein Bündnis aus 60 Organisationen, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Bio-Anbauverbände, kirchliche Hilfswerke und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Laut Polizei und Veranstalter verlief die Demonstration zunächst friedlich.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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