"Go Trabi Go"-Star Wolfgang Stumph spricht über Mauerfall und warnt

Berlin - Für den Dresdner Schauspieler Wolfgang Stumph (74, "Go Trabi Go") war der Mauerfall 1989 ein geschichtlicher Glücksumstand für die Deutschen und vielleicht auch für Europa.

Der Schauspieler Wolfgang Stumph (74) steht auf dem Hausmannsturm des Residenzschlosses. (Archivbild)
Der Schauspieler Wolfgang Stumph (74) steht auf dem Hausmannsturm des Residenzschlosses. (Archivbild)  © Marko Förster/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir dürfen nur nicht in Selbstzufriedenheit stehen bleiben, denn die Menschheit wächst nicht nur in der Anzahl ihrer Menschen, sondern auch die Probleme nehmen zu, die wir uns selbst auf dieser kleinen Erde schaffen", sagte er im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). 

Am 30. Jahrestag der Deutschen Einheit (Samstag) zeigt der MDR seine neue Doku "Heimatliebe – Warum ich blieb" über Menschen, die nach der Wende im Osten geblieben sind.

"Es ist nicht alles gut, wie es in den letzten 30 Jahren gelaufen ist, und es war auch vorher nicht alles schlecht", sagte Stumph. 

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Das Zusammenwachsen von Ost und West gehe zu langsam. 

"Nur das Ampelmännchen ist noch nicht der Nachweis, dass wir voneinander lernen und unsere Lebenswege und Leistungen anerkennen."

Er selbst wäre wahrscheinlich noch immer Kabarettist, wenn es anders gekommen wäre, mit kritischem Blick, wie er sagt.

"Ich hätte es überlebt, wenn die Mauer nicht gefallen wäre, aber ob die DDR wirtschaftlich überlebt hätte?"

Titelfoto: Marko Förster/dpa-Zentralbild/dpa

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