Heute vor 59 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut

Berlin - Mit einem zentralen Gedenken wird in Berlin am Donnerstag (10 Uhr) an den Mauerbau vor 59 Jahren und die Opfer der deutschen Teilung erinnert.

Eine Familie schaut sich an der East Side Gallery im Abendlicht ein Stück der Berliner Mauer an.
Eine Familie schaut sich an der East Side Gallery im Abendlicht ein Stück der Berliner Mauer an.  © Christoph Soeder/dpa

In der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße (10 Uhr) werden Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwartet. Wegen der Corona-Pandemie dürfen laut Mauer-Stiftung in diesem Jahr nur 20 Gäste kommen. 

In der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen werden zunächst Zeitzeugen sprechen. Am Denkmal sollen dann Kränze niedergelegt werden.

Müller mahnte mit Blick auf den Jahrestag, die Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur wach zu halten. Es gebe eine gemeinsame Verantwortung, Freiheit und Demokratie zu schützen, gerade in Zeiten, in denen sie erneut gefährdet seien. 

Was Unfreiheit bedeutet, hätten die Berlinerinnen und Berliner durch die Teilung der Stadt rund 28 Jahre lang direkt erfahren. "Berlin ist und bleibt deshalb die Stadt der Freiheit und der Toleranz", so Müller.

Vor 59 Jahren begann der Bau der Berliner Mauer, der die deutsch-deutsche Teilung besiegelte. Sie ging erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 zu Ende.

Nach Angaben der Stasi-Unterlagen-Behörde waren Anfang der 60er Jahre Abertausende Menschen aus der DDR geflüchtet. Das Land habe vor dem Ruin gestanden. Die Staatsmacht habe sich nicht anders zu helfen gewusst, als das eigene Volk einzusperren. Eine unüberwindbare Mauer sollte die Massenflucht stoppen und der SED die Macht sichern.

In Berlin starben nach dem Mauerbau nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An einer Studie, wonach an der etwa 1400 Kilometer langen deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben kamen, war Kritik aufgekommen. Es war angekündigt worden, Teile des Forschungsprojekts zu überprüfen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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