Zollfahnder finden 6000 Schuss Munition, doch wo ist die Kalaschnikow?

Berge (Prignitz) - Wozu braucht man ein Maschinengewehr mit 6000 Schuss Munition? Bei einem Großeinsatz gegen Waffenkriminalität haben Zollfahnder und Bundespolizisten in Berge und Umgebung am Donnerstagmorgen zwei Gehöfte nach Waffen durchsucht.

Ein Polizeifahrzeug steht vor einem der Gehöfte in Berge und Umgebung, die am Donnerstagmorgen von Zollfahnder und Bundespolizisten nach Waffen durchsucht wurden.
Ein Polizeifahrzeug steht vor einem der Gehöfte in Berge und Umgebung, die am Donnerstagmorgen von Zollfahnder und Bundespolizisten nach Waffen durchsucht wurden.  © Fabian Lehmann/Der Prignitzer/dpa

Gegen einen 51-Jährigen liefen Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin, die die Durchsuchungen angeordnet hatte.

Der Beschuldigte soll demnach eine AK 47, auch unter dem Namen Kalaschnikow bekannt, erworben haben.

Gegen den Mann sei bislang kein Haftbefehl ergangen. Die Märkische Allgemeine und die Bild-Zeitung hatten zuvor berichtet.

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Bei Durchsuchungen in den zwei Anwesen seien außerdem mehrere Langwaffen gefunden worden, wie Pressesprecher Christian Lanninger vom Zollfahndungsamt Berlin Brandenburg mitteilte.

Für besagte AK 47 seien Magazine und 6000 Schuss Munition entdeckt und beschlagnahmt worden.

Die Waffe selbst wurde ihm zufolge zunächst nicht gefunden. Durchsuchungen in einem zweiten Gehöft dauerten an.

Welche der in Deutschland verbotenen Waffen noch unter den Funden waren, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen, die Untersuchungen liefen.

Insgesamt waren 120 Bundespolizisten und Zollfahnder im Einsatz, darunter 20 Zollmitarbeiter aus Berlin und eine Spezialeinheit der Zollfahndung aus Köln. Die Einsatzkräfte seien mit zahlreichen Fahrzeugen im Einsatz gewesen, um in der Corona-Pandemie die Abstandsregeln einhalten zu können, berichtete Lanninger.

Titelfoto: Fabian Lehmann/Der Prignitzer/dpa

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