Hier schwebt die neue 200-Tonnen-Brücke ein

Chemnitz - Das Gleisnetz des Chemnitzer Modells wächst. Der Straßenbahnabschnitt vom Stadtzentrum bis zum TU-Technopark ist fertig, jetzt folgt die Eisenbahnstrecke bis nach Aue.

Strabag-Mitarbeiter setzen einen 100 Tonnen schweren Stahlträger passgenau auf Beton-Widerlager.
Strabag-Mitarbeiter setzen einen 100 Tonnen schweren Stahlträger passgenau auf Beton-Widerlager.  © Ralph Kunz

Am Dienstag hob ein Mobil-Kran die Eisenbahnbrücke über die Werner-Seelenbinder-Straße ein.

"Hier wird ein weiterer Meilenstein der Modell-Stufe 2 gelegt", sagt Projektleiter Dirk Benirschke (52) vom Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS).

Ab 2021 werden auch Bahn-Überfahrten in Dittersdorf, Kemtau und Meinersdorf neu gebaut. Die Baustelle an der Werner-Seelenbinder-Straße bezeichnet Benirschke als "relativ einfach".

Ein Mobil-Kran mit 800 Tonnen Traglast setzte gestern Vormittag zwei jeweils 20 Meter lange und 100 Tonnen schwere Brückenteile auf die Pfeiler. Tieflader hatten die Stahlträger aus dem Züblin-Stahlbauwerk im 550 Kilometer entfernten Sande bei Wilhelmshaven hergebracht.

Mit dem Einhub ist die Straßensperrung nicht aufgehoben. Die Fahrbahn-Asphaltierung folgt witterungsbedingt im März.

Das "Chemnitzer Modell" soll Chemnitz umsteigefrei mit der Region verbinden und kostet geschätzt 300 Millionen Euro (60 % Bund, 30 % Land, 10 % VMS). Die Bahnstrecke Chemnitz bis Aue liegt bei rund 70 Millionen Euro.

Ein Mobil-Kran lässt ein Brückenteil an der Werner-Seelenbinder-Straße einschweben. Die Eisenbahnstrecke bis Aue ist Teil des Chemnitzer Modells.
Ein Mobil-Kran lässt ein Brückenteil an der Werner-Seelenbinder-Straße einschweben. Die Eisenbahnstrecke bis Aue ist Teil des Chemnitzer Modells.  © Ralph Kunz

Anbindungen nach Olbernhau, Cranzahl, Limbach-Oberfrohna und Glauchau sind geplant.

Titelfoto: Ralph Kunz

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