Sieben Prozent! Chemnitzer Abwasser soll teurer werden

Chemnitz - Der Entsorgungsbetrieb (ESC) dreht an der Gebührenschraube: Ab Januar 2021 sollen die Gebühren für die Abwasserentsorgung um rund sieben Prozent steigen. Die Stadträte müssen noch zustimmen.

In der Kläranlage Heinersdorf wird das Abwasser von Chemnitz gereinigt. Die Kosten dafür steigen.
In der Kläranlage Heinersdorf wird das Abwasser von Chemnitz gereinigt. Die Kosten dafür steigen.  © Sven Gleisberg

Laut Vorschlag des ESC sollen die Gebühren für die Entsorgung von Schmutzwasser von 1,29 Euro auf 1,38 Euro pro Kubikmeter steigen, für die Entsorgung von Niederschlagswasser von 0,35 auf 0,38 Euro. 

Zusammen mit dem Entgelt für die Anlagennutzung werden dann pro Kubikmeter Schmutzwasser insgesamt 3,09 Euro, für Regenwasser 1,14 Euro fällig.

Langfristige Prognosen für die Gebührenentwicklung waren von höheren Steigerungen ausgegangen: "Unter Beachtung der in diesem Kalkulationszeitraum enthaltenen Investitionen in die Infrastruktur ist es gelungen, die Entgeltanpassungen moderat zu halten", heißt es in der Beschlussvorlage. 

Die Prognosen aus dem Kanalsanierungskonzept von 2015 seien in Summe deutlich unterschritten worden.

Für Grünen-Stadtrat Bernhard Herrmann (54) ist das keine gute Nachricht: "Das Abwassersystem in Chemnitz leidet an einem riesigen Investitionsrückstau. Hier geschieht viel zu wenig."

Stadtrat Bernhard Herrmann (54, Grüne) kritisiert den Investitionsrückstau beim Chemnitzer Abwassersystem.
Stadtrat Bernhard Herrmann (54, Grüne) kritisiert den Investitionsrückstau beim Chemnitzer Abwassersystem.  © Maik Börner

Wenn man sich dafür noch lobt, ist das nicht zu verstehen", so Herrmann.

Titelfoto: Sven Gleisberg/Maik Börner

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