Anwohner-Protest gegen geplante Riesen-Kiesgrube

Altmittweida - Geht jetzt alles von vorne los? Nachdem es den Anwohnern von Königshain-Wiederau, Altmittweida und Claußnitz vor 18 Jahren gelungen war, den geplanten Sand- und Kiesabbau in ihren Gemeinden zu verhindern, liegen die Pläne wieder auf dem Tisch. Mit einer Demonstration gehen Protestler am Dienstag ab 18 Uhr (Treffpunkt am Ritterhof) erneut in den Widerstand.

Heiko Kertzsch (47) hat eine klare Haltung: Nein zum Kiesabbau - wie es auch auf den Protestplakaten in der Gemeinde Königshain zu lesen ist.
Heiko Kertzsch (47) hat eine klare Haltung: Nein zum Kiesabbau - wie es auch auf den Protestplakaten in der Gemeinde Königshain zu lesen ist.  © Maik Börner

Das Problem: Die Heidelberger Sand und Kies GmbH plant einen Neuaufschluss eines Kiessandtagebaus - auf einer Fläche von 150 Hektar derzeitig landwirtschaftlich genutzter Fläche. 

"Das ist ein gigantisches Ausmaß und betrifft insgesamt 40 Landeigentümer", sagt Heiko Kertzsch. Der 47-Jährige leitet einen Verein, der die Demo initiiert hat. Insgesamt soll sich der sowohl im Trocken- als auch im Nassschnitt gewonnene Abbau schrittweise über 30 Jahre erstrecken. 

Eine Gefahr sehen die Anwohner jedoch vor allem im Absenken des Grundwassers sowie dem erhöhten Verkehrsaufkommen - pro Tag würden 200 Lkw die geplante Fördermenge von bis zu 400.000 Tonnen im Jahr über die Hauptstraßen abtransportieren.

Entsprechend befürchtet Jens-Uwe Miether (57, parteilos), Bürgermeister von Altmittweida: "Aus meiner Sicht werden Nachteile wie Staub, Lärm, Brunnen ohne Wasser sowie Gebäudeschäden in der Mehrzahl sein."

Für Bürgermeister Jens-Uwe Miether (57, parteilos) sind noch viele Fragen zum geplanten Kieswerk offen.
Für Bürgermeister Jens-Uwe Miether (57, parteilos) sind noch viele Fragen zum geplanten Kieswerk offen.  © Maik Börner

Die Heidelberger Sand und Kies GmbH zeigt sich offen für Gespräche, wie Sprecherin Elke Schönig auf TAG24-Nachfrage bestätigt: "Wir sind gerne bereit für einen Dialog mit den Bürgern und daran interessiert, die Prozesse einvernehmlich mit den jeweiligen Standortgemeinden zu gestalten."

Titelfoto: Maik Börner

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