Am Freiberger Bahnhof: Betrunkener im Gleisbett, Zeuge reagiert blitzschnell

Freiberg - Heldenhaft! Ein Mann rettete am Sonntagabend einem 59-jährigen Polen vermutlich das Leben.

Am Sonntagnachmittag kam es am Freiberger Bahnhof beinahe zu einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Mann (59) (Archivbild).
Am Sonntagnachmittag kam es am Freiberger Bahnhof beinahe zu einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Mann (59) (Archivbild).  © Kristin Schmidt

Gegen 17.50 Uhr beobachtete der Reisende, der am Freiberger Bahnhof auf den Zug in Richtung Chemnitz wartete, wie sich ein Mann im Gleisbereich aufhielt. Schon von weitem waren die Lichter des RB30 zu sehen - es drohte ein tödlicher Zusammenstoß!

Doch der Reisende reagierte blitzschnell, lief dem einfahrenden Zug entgegen und machte den Lokführer mit einem Handzeichen auf die Situation aufmerksam. "Der Triebfahrzeugführer leitete eine Gefahrenbremsung ein und konnte somit einen Zusammenprall mit der Person verhindern", so ein Polizeisprecher. Verletzt wurde niemand.

Irre! Der gerettete Mann stieg anschließend in den Zug, als wäre nichts gewesen. Bei einer Ticketkontrolle stelle sich heraus, dass er weder einen gültigen Fahrschein noch einen Mund-Nasen-Schutz hatte. Daher wurde er in Chemnitz der Bundespolizei übergeben.

Dort stellte sich heraus, dass der 59-jährige Pole kein Unbekannter ist. Er war wegen verschiedener Delikte mehrfach in Erscheinung getreten. Zusätzlich machte der Pole einen verwirrten Eindruck. "Ein freiwilliger Alkoholtest ergab ein Promille."

Es folgten Anzeigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Fahren ohne Ticket und des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung. Nach der polizeilichen Erfassung konnte der 59-Jährige das Revier verlassen.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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