"Schluss mit Hü und Hott!" Dieser Bürgermeister aus Sachsen kämpft für ganz harten Lockdown

Augustusburg - Ein Bürgermeister rechnet mit der großen Politik ab. Der Augustusburger Rathauschef Dirk Neubauer (49, SPD) fordert einen harten Lockdown mit Firmenschließungen und Ausgangssperre auf zwei Wochen, FFP-Masken-Pflicht überall und harte Strafen für Maskenverweigerer.

Fordert einen "harten Lockdown mit Horizont": der Augustusburger Bürgermeister Dirk Neubauer (49).
Fordert einen "harten Lockdown mit Horizont": der Augustusburger Bürgermeister Dirk Neubauer (49).  © Uwe Meinhold

Mit Blick auf die zunehmende Corona-Ermüdung sagt Neubauer: "Wir brauchen eine Strategie. Alles andere bewältigen wir nicht mehr."

Der Bürgermeister ahnt, dass sich die Corona-Pandemie 2021 fortsetzen werde. "Darum brauchen wir eine Debatte um eine langfristig wirksame Strategie. Den Leuten reicht das ständige Hü und Hott, sie verstehen nicht, dass 20 Leute in einer Firma arbeiten dürfen, man gleichzeitig aber nicht die eigenen Großeltern besuchen darf."

Betroffene in der Wirtschaft und in der Gesellschaft würden immer stiller werden. "Das klingt nach Verzweiflung", meint Dirk Neubauer.

"Wenn die Kanzlerin andeutet, dass der aktuelle Lockdown noch zehn Wochen weitergehen könnte, dass Novemberhilfen des Bundes wegen Softwarefehlern noch nicht ausgezahlt wurden, dann steigert sich die Vermutung der Inkompetenz. Wir können keine zwei weiteren Monate in dieser Form verkraften."

Neubauer wünscht sich auch von der Landesregierung "begrenzt verschärfte, schmerzhafte Maßnahmen mit Horizont" - auch zum Schutz der Demokratie.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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