Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz - Leipzig: Unternehmer kritisieren "Schneckentempo"

Chemnitz- Der Ausbau der Bahnstrecke von Chemnitz nach Leipzig kommt einfach nicht voran. Das treibt die Arbeitgeber-Vereinigung der sächsischen Wirtschaft auf die Palme.

Es fährt ein Bummelzug nach Leipzig: Die Arbeitgeber kritisieren den schleppenden Ausbau der Bahnstrecke.
Es fährt ein Bummelzug nach Leipzig: Die Arbeitgeber kritisieren den schleppenden Ausbau der Bahnstrecke.  © Jan Woitas/ZB

Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner (61) schimpft: "Eine Schnecke kommt schneller nach Leipzig als der moderne Fernverkehr. Der Bund muss endlich handeln!"

Nach aktuellem Stand wird der ICE-taugliche Ausbau nicht vor 2025 beginnen. Für Südwestsachsen als industrielles Herz des Freistaats ein klarer Standortnachteil, der auch die Gewinnung neuer Investoren behindere. 

"Das Schneckentempo beim Ausbau der Bahnstrecke ist ein trauriges Beispiel dafür, wie sehr uns Bürokratie und überlange Genehmigungsverfahren lähmen", kritisiert Brückner. Er hofft auf eine "spürbare Straffung des Projekts".

Dietmar Borchers (64), Präsidiumsmitglied der Arbeitgebervereinigung aus Chemnitz, sieht aber auch die regionalen Akteure in der Pflicht.

Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner (61) kritisiert den langsamen Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz - Leipzig.
Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner (61) kritisiert den langsamen Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz - Leipzig.  © Steffen Fuessel/VSW/dpa

"Politiker und Kommunen lassen sich Jahr um Jahr vertrösten. Vor allem Chemnitz müsste endlich knallhart auf den Tisch hauen und Bewegung fordern."

Titelfoto: Jan Woitas/Z/Steffen Fuessel/VSW/dpa

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