Baustellen-Ärger in Chemnitz: Anwohner fühlen sich eingesperrt

Chemnitz - Schon wieder Ärger um eine Kaßberg-Baustelle: Anwohner der Andréstraße fühlen sich durch die Stadt regelrecht eingesperrt. Ein Bauzaun verstellt ihnen den Weg.

Kein Durchkommen für Fußgänger: Steffen Krämer (74) ärgert sich über die Baustelle in der Andréstraße.
Kein Durchkommen für Fußgänger: Steffen Krämer (74) ärgert sich über die Baustelle in der Andréstraße.  © Maik Börner

"Wir müssen über die Wiesen laufen. Wenn es im Winter matschig wird, wird der Weg gefährlich", klagt Steffen Krämer (74). Die Stadt weist die Vorwürfe zurück.

Seit Tagen ist der rechte Gehweg zwischen West- und Walter-Oertel-Straße weggerissen. Ein Bauzaun wirkt wie eine Barrikade vor den zwölf Häusern mit 96 Wohnungen. Wer zur André-/Walter-Oertel-Straße will, muss über unebene Wiesen stapfen.

Uta Krämer (75) schimpft: "Das ist der Gipfel! Bei Regen laufen wir durch den Matsch, Rollatoren müssten geländegängig sein."

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Sie fordert kürzere Bauabschnitte. Ehemann Steffen Krämer fühlt sich nicht nur eingesperrt, sondern auch gefährdet: "Krankenwagen kommen hier im Notfall nicht rein."

Die Stadt Chemnitz weist die Vorwürfe auf Nachfrage zurück. Aus Rücksicht auf die Anwohner sei die Baustelle schon in Abschnitte geteilt worden. Rettungsdienste dürften in die Baustelle fahren, auch über den Gehweg.

Anwohner Werner Schubert (77) sieht ein weiteres Problem: "Mülltonnen können wir doch nicht über die Wiese schieben." Auch darauf hat die Stadt eine Antwort: Die Baufirmen seien verpflichtet, Mülltonnen zur Straße und zurückzubringen. 

Titelfoto: Maik Börner

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