Chemnitz: Abgebaute Holzkunst sorgt weiter für Ärger

Chemnitz - Der plötzliche Abbau des Kunstwerks "Der Wandelgang" am Ende der Brückenstraße schlägt weiter hohe Wellen. Der Kulturbeirat rügte am Dienstag die Vorgänge. Ulrike Brummert, die mit einer Kunstaktion vom Abbau direkt betroffen ist, schimpft: "Da waren einige städtische Mitarbeiter zu naiv."

Ulrike Brummert wollte das Kunstwerk an der Brückenstraße beleuchten - jetzt ist dort nur noch eine Baustelle.
Ulrike Brummert wollte das Kunstwerk an der Brückenstraße beleuchten - jetzt ist dort nur noch eine Baustelle.  © Kristin Schmidt

Eigentlich sollte der 2020 errichtete "Wandelgang" bis September stehen bleiben. Doch dann machte die Stadt die Baustellenzufahrt zur neuen Kita an der Schloßstraße dicht. Jetzt müssen die Laster über die Brücke am Ende der Brückenstraße rollen. Dabei stand die Kunst im Weg.

Die Stadt baut die Schloßstraße bis Ende Juli wegen der neuen Kita um. "Weil der Kitabau zwischenzeitlich ruhte, war eine Einordnung der Bauzeit sehr schwierig", erklärte eine Sprecherin der Stadt.

Zudem hätten die Künstler ihre Höhenvorgaben für den "Wandelgang" nicht eingehalten - dass das Kunstwerk zu niedrig war für Laster, habe sich erst kurz vor Baubeginn herausgestellt.

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Frédéric Bußmann (46), Generaldirektor der Kunstsammlungen, sieht das kritisch: "Die Baustellen waren nicht abgestimmt."

Ein Bild der Vergangenheit: Ulrike Brummert zeigt ein Foto des "Wandelganges".
Ein Bild der Vergangenheit: Ulrike Brummert zeigt ein Foto des "Wandelganges".  © Kristin Schmidt

Ulrike Brummert will trotz der "chaotischen Baustelle" an der Aktion "Jahrmarkt der Ideen" vom 3. bis 5. September an der Janssen-Fabrik und auf den Bleichwiesen festhalten. Nächtliche Lichtkunst gehört dazu. Aber nicht mehr, wie geplant, am "Wandelgang".

Titelfoto: Kristin Schmidt

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